Was links und was rechts ist, weiß heute keiner mehr so genau. Die zunehmend verlogene politische Kategorisierung dient vor allem einer Sache: Wähler in Richtung einer immer radikaler agierenderen Mitte neokonservativer Herrschsucht zu manövrieren, die eine Zukunft des Krieges, der Rechtlosigkeit und des Sozialabbaus als ausweglos verkündet. Die politische Farbe Grün indessen steht in Deutschland für das Olivgrün von Uniformen – die einstmals pazifistische Partei praktiziert die Selbstlüge mit unnachahmlicher Leidenschaft. Die britischen Grünen füllen den von den Deutschen sinnentleerten Begriff nun allerdings mit echter politischer Reform aus und versetzen damit das Establishment in Panik.
Die politische Null Joseph (Joschka) Fischer ist eine Karikatur ihrer selbst. Über die Jahrzehnte hat sich der ehemalige Steinewerfer jeglicher Kontur des Nonkonformismus entledigt, stellt nurmehr eine lachhafte Kopie Henry Kissingers dar und tritt seit Jahrzehnten als salbadernder Pfaffe der NATO-Kirche auf, der dem vermeintlich zurückgebliebenen Volk in überbezahlten Predigten erklärt, was es garantiert nicht interessiert. Seine ganze Partei ist ein Witz, die deutschen Grünen sind kaum mehr als ein Schatten dessen, was sie einst waren, eine Ersatzpartei bestenfalls, Ersatz-SPD, Ersatz-FDP, am meisten jedoch Ersatz-CDU, jedenfalls nicht das, was sie uns glauben machen wollen. Statt Friede, Freude, Eierkuchen auf den Wahlplakaten gibt es vor allem Kriege, Ärger und neue Steuern, die immer abenteuerlichere Projekte finanzieren sollen, hinter denen sich immer zahlreichere Organisationen mit immer neuen Posten für all die grünen Mitläufer verbergen.
Ganz anders die britischen Grünen, die die etablierten Parteien nun wie Espenlaub erzittern lassen, so wie es die deutschen Grünen allenfalls vor Urzeiten und mit Namen wie Trampert oder Ebermann vermochten, bevor sich deren Mitglieder in den Netzen des transatlantischen Fischers verfingen und deren Wähler zu willigen Mitläufern bürgerlicher Rattenfänger wurden, die zwar ökologische Werte predigen, jedoch das genaue Gegenteil praktizieren. Auf fünf Parteien verteilter transatlantischer Einheitsbrei ist keine Demokratie, auch keine grün gefärbte.
Die Kontroverse ist, dass in den letzten Jahren 75.000 Palästinenser ermordet wurden und es mehr Kinder mit Amputationen als jemals zuvor in der modernen Geschichte gibt. Wenn man das berücksichtigt – die Tatsache, dass sie ermordet werden, weil sie Palästinenser sind –, dann ist das ganz offensichtlich eine rassistische Ideologie. Ich halte den Zionismus in seiner praktischen Ausgestaltung für Rassismus. […] Ich glaube nicht, dass irgendein Staat nach dem Völkerrecht ein Existenzrecht hat.
Zack Polanski, Vorsitzender der britischen grünen Partei am 18. Oktober 2026
Im Gegensatz zum Juden Polanski verteidigt der nichtjüdische Deutsche Fischer den zionistischen Staat und meint, Netanjahu wäre „ein demokratisch gewählter Regierungschef“, was er angesichts der zahlreichen undemokratischen Methoden, mit denen dieser von Anfang an seine Position erzielte wie festigte, ganz sicher nicht ist. Auch in Israel gilt, dass auf ein halbes Dutzend Parteien verteilter antiarabischer Einheitsbrei noch keine Demokratie ergibt. Wenn Netanjahu irgendwas im Zusammenhang mit einer Demokratie ist, dann deren Totengräber. Netanjahus Geldgeber waren stets daran interessiert, das Land inkompatibel mit seinem Umfeld zu machen und seinen oftmals religiös motivierten hegemonialen Anspruch zu festigen. Wahlen in Israel sind kaum mehr als eine Farce, ein Wettbewerb zwischen Ex-Militärs, der nurmehr der Bestätigung rassistischer Positionen dient. Nicht nur hinsichtlich der Wahrung des Völkerrechts steht Fischer damit für das exakt gleiche Appeasement, das bereits das ebenfalls demokratisch installierte Hitler-Regime ermöglichte.
Die Proteste sind als politischer Indikator sehr ernst zu nehmen. Es ist eine Bewegung, die den Kern der Legitimation des jüdischen Staates infrage stellt, also seine Existenz. Das darf man nicht unterschätzen und das geht mit mir nicht!
Joseph „Joschka“ Fischer mit einer seiner üblichen Floskeln am 27. Mai 2024
Was mit Joseph Fischer noch geht, das sind vorwiegend Geschäfte – neuerdings auch in Brüssel. Währenddessen ist ihm in Sachen Russland Appeasement völlig fremd, da Russland nicht Bestandteil des transatlantischen Machtanspruchs ist und somit bekämpft werden muss. Die Legitimation des russischen Staates, also dessen Existenz, schert ihn dabei einen feuchten Kehricht. Am liebsten würde Fischer wohl, wäre dies nicht mit Nachteilen verbunden, Steine auf Wladimir Putin werfen. Gleichzeitig fände man den zumindest gedanklich kriegstüchtigen Fischer eher auf Seiten der zionistischen Armee, die auf palästinensische Steinewerfer wiederum traditionell mit Gummigeschossen schießt, neuerdings aber noch ganz andere Saiten aufgezogen hat. Israel ist heute nur ein anders Wort für Tod.
Die Ukraine ist bereit zu kämpfen und wir sollten alles tun, um sie zu unterstützen, auch aus eigenem Interesse. Putins Ambitionen werden nicht mit der Ukraine enden.
Joseph „Joschka“ Fischer mit einer seiner üblichen Floskeln am 27. Mai 2024
Nichts endet in den Köpfen von Transatlantikern oder Zionisten jemals, weder der Wahn noch der Kampf. Nichts geht auch über absurde Behauptungen hinaus, hybrider Irrsinn ist weit verbreitet. Das „eigene Interesse“ des europäischen Steuerzahlers jedenfalls steht an unterster Stelle, der finanzielle Durst der transatlantischen Allianz hingegen an oberster. Waffen, noch mehr Waffen, nur noch Waffen. Irgendwann knallt es, dann herrscht Krieg, noch mehr Krieg und nur noch Krieg. Dann ist wohl irgendwann Schluss, mit allem.
Europa darf sich in der Sicherheitspolitik nicht von den USA distanzieren. Wir sollten so weit wie möglich am transatlantischen Bündnis festhalten.
Joseph „Joschka“ Fischer mit einer seiner üblichen Floskeln am 27. Mai 2024
Abermals unterscheiden sich die beiden grünen Parteien grundlegend. Während der deutsche Transatlantiker Fischer das Olivgrün seiner Partei munter propagiert und sich für die Einführung einer Wehrpflicht für Frauen und Männer (außerhalb seiner Familie!) stark macht, vertritt der britische Rebell Polanski in Sachen Ukraine die Position des Dialogs.
Wenn man nicht bereit ist, mit jemandem zu verhandeln, dann akzeptiert man damit, dass man irgendwann Krieg gegen diesen Gegner führen wird. Und ich glaube nicht, dass irgendjemand einen Krieg gegen Russland oder einen Krieg gegen den Iran fordert.
Zack Polanski, Vorsitzender der britischen grünen Partei am 10. März 2026
Wie so oft enttarnen diese beiden Extreme europäischer Politik die Beliebigkeit ihrer Inhalte und den tatsächlichen Wert vermeintlich demokratischer Wahlen. Die deutschen Grünen und insbesondere ihre einstige Galionsfigur Fischer stehen dabei für abgestandenes transatlantisch-koloniales Denken, das jederzeit die eigenen Prinzipien über den Haufen zu werfen bereit ist, um irgendwelche Posten zu erhalten. Auch Fischer selbst verteidigt bestenfalls noch seine eigenen Interessen als Lobbyist. Wer sich bei so viel Selbstbeweihräucherung nicht übergeben muss, verfügt zweifelsfrei über einen stählernen Magen, der ihn auch deutschgrüne Lügenmärchen verdauen lässt.
Zack Polanski hingegen verheißt Hoffnung auf eine andere Politik, etwas, was man von den kriegstüchtigen deutschen Grünen kaum erwarten sollte. Es ist in jenem Zusammenhang interessant, dass das britische Establishment auf die israelkritische Einstellung Polanskis nicht anders reagiert als es im staatsräsonalen Deutschland im Zusammenhang mit israelkritischen Linken in Berlin geschieht, obgleich die britische Insel zwischen 1933 und 1945 nicht die totale Vernichtung des Judentums zum Ziel hatte. Das ist allerdings wenig überraschend, da Israel für das Establishment beider Staaten kaum mehr als einen transatlantischen Flugzeugträger darstellt und moralische Argumente daher nur dekorativer Natur sind.
David Andel
