Trump und Netanjahu sitzen am Strand von Gasa (Ausschnitt aus einem von künstlicher Intelligenz generierten Propagandafilm)

Die Unverbesserlichen

Wären Russland oder China engste Verbündete Israels, dann gäbe es den Schmonzes mit Deutschlands Staatsräson erst gar nicht. Mit seiner dekorativen Dauerbuße weitet der deutsche Vasall aber seine transatlantische Unterwürfigkeit in den Nahen Osten aus und damit genau dorthin, wo er zuvor noch die Feinde Israels unterstützte. So genannter Antisemitismus

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Ungleichgewicht des Schreckens. Im Bild zu sehen sind spielende Kinder auf einer gefährlich wirkenden Schaukel.

Ungleichgewicht des Schreckens

Wenn die Nachbarn Israels eines erkannt haben, dann die Notwendigkeit, bis an die Zähne bewaffnet zu sein, am besten mit Atomwaffen. Und wenn Israel eines nicht erkannt hat, dann das Scheitern einer durch Waffen erzielten verbesserten Sicherheitslage. Sämtliche Maßnahmen Israels zur Verhinderung eines palästinensischen Staates führen zu immer höheren Opferzahlen,

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Maison Maxim de Lesseps in Ismailia

Aufenthalt in der Geschichte

Warum ausgerechnet Sues, Port Said oder Ismailia? Diese Frage hört der abseits der Trampelpfade verkehrende Reisende immer wieder. Wie so oft liegt eine Verwechslung vor, denn ein Reisender ist kein Tourist. „Touristen denken ans Abreisen, sobald sie ankommen. Reisende dagegen kehren vielleicht gar nicht zurück.“ heißt es in Bertoluccis Himmel

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Münze mit dem Abbild von Saddam Hussain vor Binjamin Netanjahu und Donald Trump im Hintergrund

Die einseitige Medaille

Es herrscht Finsternis in wertewestlichen Regierungskreisen. Kein Lichtblick der Intelligenz oder Erkenntnis, keine Vision der Zukunft, nur ewig Gestriges. Da der gesammelte Westen nichts mehr zu bieten hat, sind Ablenkungskriege in Ost, Fern- und Nahost vonnöten. Wie Phoenix soll aus dem Chaos ein längst überholtes Ideal emporsteigen – unterwürfig mitlaufend,

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Willkommensschild der „New Administrative Capital“ (NAC)

Kairos Behördenoase

Mit befremdlicher Atemlosigkeit baut Ägypten immer neue Brücken, Straßen, Museen, Friedhöfe und sogar ganze Städte. Das heutige Kairo möchte sich damit nicht nur des Rufes entledigen, bloß zu Zeiten der Pharaonen von herausragender Größe gewesen zu sein. Seit 2011 ist es zudem gewillt, seine Bürger und deren Bedürfnisse besser unter

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Standbild aus „Dinner For One“ (1961) mit dem britischen Komiker Freddie Frinton

Same Procedure

Reza Pahlavi stellt sich das ganz einfach vor: der 65-jährige kehrt aus dem US-amerikanischen Exil gestärkt von Israel und den USA in den Iran zurück, setzt die Schreckensherrschaft seines Vaters fort und führt fürderhin ein pompöses Leben als persischer Schah, der nur vorgeben muss, seinem Geburtsland die Demokratie zurückgeben zu

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Luftaufnahme des GEM (Grand Egyptian Museum)

Der Neubau der Pharaonen

Das 1902 eröffnete bisherige ägyptische Museum direkt neben dem Nile Ritz-Carlton hat seit langer Zeit seine besten Tage hinter sich. Seine Ausstellungsfläche und Lagerräume waren völlig überfüllt und die starke Luftverschmutzung um den Tahrir-Platz herum verunmöglichten adäquates Ausstellen für ein zunehmend größeres Publikum. Nun folgen dem alten Museums-Haudegen neuzeitliche Superlative.

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Rache (Kupferstich)

Das Prinzip der Rache rächt sich

Für die menschenverachtende Vorgehensweise Netanjahus werden noch zahlreiche Menschen büßen müssen. Die Zerstörung mehrerer Generationen palästinensischen Lebens wird weltweit Früchte des Zorns tragen und Juden auf der ganzen Welt ein Leben in dauerhafter Gefahr gewährleisten. Wer Hass sät, kann keinen Frieden ernten, einen Frieden, den der zionistische Staat ohnehin nicht

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Itamar Ben-Gvir (2022)

Ben-Gvir, der Zerstörer

Itamar Ben-Gvir ist Galionsfigur eines extremen, kompromisslosen und gewalttätigen Israels, das in der Weltgemeinschaft zunehmend seinen Platz verliert und in der endlosen Überhöhung seiner vermeintlichen Werte nur noch eines manifestiert: seine Entbehrlichkeit. Lediglich eine verkommene und auf reinen Machterhalt ausgerichtete Regierung wie die Binjamin Netanjahus kann solche Monster gewähren lassen.

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Bibliotheca Alexandrina (Titelbild)

Ägyptens Tempel des Buches

In der Geschichte der Menschheit wird einst Zerstörtes zuweilen wieder aufgebaut. Im Falle der Bibliotheca Alexandrina geschah dies allerdings erst nach deutlich über tausend Jahren. Ob es nun besser oder schlechter als damals geworden ist, lässt sich nicht mehr feststellen, da der Ursprungsbau aus unbekannten Gründen in der Versenkung verschwand.

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Nile Ritz Carlton (Titel)

Traumpalast im Chaos

Auch wenn man es ihm nicht ansieht, so ist das Nile Ritz-Carlton ein Haus mit bewegter Vergangenheit, erbaut an einer Stelle voller immer noch offener Wunden. Durch seine einzigartige Bauweise in klassischer US-amerikanischer Hotelmoderne fügt es sich zudem natürlicher in ein zunehmend verzweifeltes und wild ausuferndes Stadtbild ein, als die

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Masada

Glaube versetzt keine Berge

Der vermeintliche Friedensplan des großen Dealers Trump ist wie seine sämtlichen Vorversionen von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Alles, wofür dieser Plan steht, ist der Versuch der Wahrung einer unmöglich dauerhaft zu haltenden israelischen Vorherrschaft. Somit ist das einzige, was er ermöglichen wird, der weitere Zerfall des Nahen Ostens, inklusive

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Noch weißer als weiß

Israel möchte seine mit größter Inbrunst gepflegten Mordgelüste an allen Arabern und Persern, die Bibi und seinem Schreckenskabinett gerade einfallen, so schnell wie möglich nachhaltig weißwaschen. Geschehen soll dies mit den üblichen Verdächtigen: PR-Agenturen, die für Geld alles tun. Das Reizthema der „brutalen Angriffskriege“ ist eine Frage der PR (Public

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Sheldon Adelson

Adelson, der Geldgeber

Sheldon Adelson war in seinen letzten Lebensjahren nur noch ein Schatten seiner selbst. Der physisch zunehmend in sich zusammengesackte Multimilliardär wirkte mit seiner absonderlichen Frisur, bestehend aus einzelnen sorgfältig über das kahle Haupt gekämmten und gefärbten Haaren, eher wie die Karikatur eines Machtmenschen als jemand, der systematisch in die Politik

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Ku Klux Klan marching down Pennsylvania Avenue in Washington DC on 13th September 1926

Jerry und die Kapuzenmänner

Der Verwertungsoligarch gewordene Stand-up Comedian Jerry Seinfeld zählt heute vor allem sein Geld. Da ihm dabei wohl langweilig wurde, entdeckte er seine Stimme als ein weiteres jüdisches Gewissen der USA. Das überrascht nicht besonders, denn zu gewinnen oder verlieren hat der 71-jährige mittlerweile kaum mehr etwas. Als Seinfeld vergangenes Jahr

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Bezalel Smotrich

Smotrich, der Eroberer

Er ist Finanzminister, stellvertretender Verteidigungsminister Israels und als messianisch gesteuerter Siedler zuständig für das besetzte Westjordanland. Der 45-jährige Bezalel Joel Smotrich ist Anführer der „Partei des religiösen Zionismus“ (Mafdal – HaTzionut HaDatit, מפד״ל – הציונות הדתית), die bei den Wahlen am 1. November 2022 nur sieben von 120 Sitzen erhielt

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