Marwan Hamed

Kairo im Kino

Der 1977 geborene ägyptische Regisseur Marwan Hamed gibt dem Kino seines Landes ein Selbstbewusstsein zurück, das es seit langem verloren hatte und das auch dazu in der Lage wäre, einem internationalem Publikum einen unterhaltsamen Blick in die ägyptische Seele zu ermöglichen, wäre sein Werk nur irgendwo erhältlich. Das Problem ist

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Ruhollah Musawi Chomeini

Das selbstgemachte Reich des Bösen

Wenn ein Land als Paradebeispiel für die verabscheuungswürdige Doppelmoral des Wertewestens dienen muss, dann der Iran. Nirgends lässt sich die Verlogenheit der Briten und US-Amerikaner sowie deren Gefolgsstaaten besser beobachten als dort. Das Ergebnis ist ein eisiger Frieden, der jederzeit als auslösender Funke für einen Dritten Weltkrieg dienlich sein kann.

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GERD

GERD hat Durst

GERD ist nicht etwa der Kosename des bundesrepublikanischen Ex-Schröders, sondern die Abkürzung für „Grand Ethiopian Renaissance Dam“ (Talsperre der großen äthiopischen Wiedergeburt) und hat das Zeug dazu, im Sudan wie in Ägypten für eine Menge Ärger zu sorgen. Noch verlaufen die Verhandlungen um das Großbauwerk friedlich und noch ist es

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Mohammad Mossadegh

Fluch der Vergangenheit

Mit seinem 2019 vollendeten Werk Coup 53 verwirklichte der iranisch-britische Dokumentarist Taghi Amirani ein überfälliges Projekt der Aufklärung. Der persönlich wirkende, dennoch nicht minder sachlich protokollierende Film schildert beeindruckend vollständig in knapp 120 Minuten das Schicksal des letzten demokratisch legitimierten iranischen Premierministers Mohammad Mossadegh, den Großbritannien und die USA aus Gier und Großmannssucht mit Gewalt

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Kartenvergleich Apple/Google

Abschied ist ein kleiner Tod

Zwischen Apple und Google herrscht Eiszeit. Die Wahl der Suchmaschinen in Safari wurde über Google hinaus erweitert, Googles Kartendienst durch einen halbfertigen eigenen ersetzt und Patentklagen zwischen der Android- und iOS-Welt sorgen für Goldgräberstimmung unter den beteiligten Kanzleien. Aber all das scheint nur Makulatur einer letztlich doch nicht vollziehbaren Trennung

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Port Said am Sueskanal

Die Disposition

Abdel Nasser war, noch nach dem von ihm unternommenen Staatsstreich, scheinbar ein völlig unbekannter Mann. In den Berichten über den Sturz König Faruks fehlte sogar sein Name. Zum erstenmal genannt wurde er erst einen Monat nach dem Umsturz. Damals hieß es, man fände ihn immer an der Seite General Nagibs.

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Premierminister Gamal Abdel Nasser (rechts) und Präsident Mohammed Naguib (links) in einem offenen Auto während der Feierlichkeiten zum zweiten Jahrestag der ägyptischen Revolution von 1952

Revolution ohne Lehrbuch

Der gewaltsame Sturz der Feudalherrschaft im Jemen, die Schüsse an der Grenze dieses arabischen Staates und ihr Echo auf der diplomatischen Bühne haben die Aufmerksamkeit erneut auf ein Land gelenkt, das vor wenigen Monaten den 10. Jahrestag seiner Revolution feiern konnte und seitdem Vorbild und Zentrum aller arabischen Revolutionen ist,

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