Im Vergleich zu anderen Nationen ist Israel ein missratenes Geschöpf im Vorschulalter und benimmt sich entsprechend. Das ungezogene Balg hat sich im Sandkasten seiner Spielkameraden breitgemacht und drischt mit einer Schaufel auf jeden ein, dem das nicht passt. Die Familie des Rabauken ist einflussreich. Jetzt soll die Lösung sein, dass die anderen Kinder samt ihrer Eltern umziehen, damit der Satansbraten in seiner Entwicklung zum Schurkenstaat nicht gehemmt wird.
Frankophone Einwohner Belgiens kennen Separatismus aus dem Alltag. Insbesondere an den Grenzen zwischen Flandern und jenen Landesteilen, in denen mit deutlicher Mehrheit Französisch gesprochen wird, vergehen selten mehr als ein paar Wochen, bis französische Bezeichnungen auf neu angebrachten Straßenschildern übersprüht werden. Das geschieht meist am Wochenende und im Suff. Die Ressentiments gegen alles Frankophone wurden den Flamen jahrzehntelang von Politikern eingebleut, die zu keinen sinnvolleren Handlungen fähig sind und auf diese Weise vor allem ihren eigenen Arbeitsplatz sichern. Der Erfolg ist ein komplett ins Rechtsextreme abgedrifteter Norden Belgiens.
Die Ultranationalisten Flanderns sind zahlreich und verfügen einstweilen über eine deutliche Mehrheit im dialektbesessenen Norden eines Landes, das sie insgesamt gerne loswürden. Da deren Einigkeit jedoch nur aus dem geteilten Hass auf Frankophone fußt und deren Mut nur aus Maulheldentum kurz vor den Wahlen besteht, bleibt Belgien das unregierbare Etwas, was es ist. Die nach 230 Verhandlungstagen gefundene neue belgische Regierung wirkt wie ein Karussell, in dem mumifizierte Ronald Reagans und Margaret Thatchers auf totgerittenen Pferden furchteinflößend auf- und abgleiten. Eine sinnlose Koalition mit unnützen Maßnahmen für verständnislose Bürger hat fortan das budgetlose Sagen. Als gesichert darf jedoch gelten, dass ein Wehretat, der auch weiterhin so überflüssig wie ein Kropf ist, vergrößert wird.
Im Gegensatz zu den Rechten Flanderns vertragen sich die Rechten Israels prächtig, was der einenden Kraft König Bibis zu verdanken ist, dessen größtes Talent es bleibt, eine Koalition Irrer mit den aberwitzigsten Versprechen zu zementieren, um damit seinen Korruptionsprozess aufzuschieben und jene Privilegien aufrecht zu erhalten, die zu seinem Korruptionsprozess führten. Wie in Belgien entstand diese Situation durch die jahrzehntelange Definition eines Feindbildes, in Israel das der Araber. Im Land, wo eher Blut und Tränen als Milch und Honig fließen, sind die Araber an allem Schuld, was zwar nicht stimmt, aber Stimmen bringt.
Es ist möglich, eine Situation herbeizuführen, in der die Bevölkerung des Gasastreifens in zwei Jahren kaum mehr halb so groß ist wie heute.
Bezalel Yoel Smotrich am 25. November, 2024
Unterstützt wird diese fette Beute des Wahnsinns von einem US-Pendant gleichen Kalibers, der kaum etwas dagegen einzuwenden hätte, bezeichnete man ihn als König Donald. Selbstbereicherung als oberstes Ziel hat er mit König Bibi gemein, Prozesse wurden auch gegen ihn geführt. Und wie Bibi entzog sich Donald der Wirklichkeit durch Irrsinn. Helfen lässt sich auch Donald bei alldem, was er so tut, von fundamentalistischen Religiösen im biblischen Rausch, die einen wachsenden Einfluss innerhalb der republikanischen Partei ausüben. Deren Ziel ist der kompromisslose Einsatz für ein zunehmend messianisches Israels aus nicht minder messianischen Gründen, gefolgt zunächst vom Armageddon und einer dann verheißungsvollen Zukunft. Wer das nicht wahrhaben will, ist naiv.
Wir werden nicht zulassen, dass sie (Gasa) wieder aufbauen … Nichts bewegt sich, und was sich bewegt, stirbt – das ist alles – und wird angegriffen und ausgelöscht.
Bezalel Yoel Smotrich am 25. November, 2024
Obgleich einer aktuellen Umfrage zufolge 74 Prozent der US-Bürger die Übernahme der Kontrolle über den Gasastreifen durch die USA ablehnen, sieht es bei den Anhängern der Republikaner etwas anders aus. Zwar sind auch dort 55 Prozent gegen Trumps attraktives Immobilienprojekt im Gasastreifen, befürwortet wird es hier allerdings durch beachtliche 43 Prozent, wobei die Zustimmung aus den Kreisen evangelikaler Christen stammen dürfte. Und schon hätten wir die Büchse der Pandora, die Trump bewusst zu öffnen bereit ist, gefunden. Herrschaftsgewalt lässt sich am einfachsten mit dem Eifer der vom Wahnsinn Umjubelten stützen.

Israel verschanzt sich hinter der Lüge, dass es sich bei allem, was es täte, um einen Akt der Selbstverteidigung handle. Die Frage ist nur, was von einem Land zu halten ist, das es vor 1948 nicht gab und durch einen Akt der Eroberung entstand. Wer Eroberung als Selbstverteidigung bezeichnet, hat von Anfang an Unrecht, denn all das, was anschließend in Reaktion auf diese Eroberung als Terror erachtet wird, ist nichts anderes als Widerstand. Nicht Israel hat das Recht auf Selbstverteidigung, sondern Palästina und dessen Nachbarn. Der Eindringling heißt Israel. Und dass sich dieses Land gegen Widerstand jener, die es enteignet hat, zu behaupten sucht, ist nicht weiter überraschend. Dass es nach zumindest weiteren 50.000 Toten in Gasa dabei aber noch Unterstützung erfährt, offenbart die Werte des Westens in besonderer Deutlichkeit.
Israelische Soldaten, die in Gasa Krieg führen, werden als Siedler bleiben und Siedlungen wieder aufbauen, wir sind zurückgekommen, um das Land zu erben.
Bezalel Yoel Smotrich am 28. Januar 2024
Es folgt die nüchterne Logik des Schreckens. Wenn die USA samt Gefolgschaft Kriege am anderen Ende der Welt führen, dann rutscht einer der vielen führenden politischen Nullen schon einmal die befremdliche Behauptung heraus, Deutschland werde am Hindukusch verteidigt. Wenn Deutschland sich aber einfach so am Hindukusch breitmachen und Menschen abschlachten kann, wieso sollten es die Afghanen dann nicht ebenso am Rhein tun? Und wenn Juden ein Land in Arabien gründen, wieso sollten die Araber dann nicht ein Land in den USA gründen? Oder wie wäre es mit einer neuen arabischen Riviera in Mar-a-Lago oder der Übernahme des Panamakanals durch Jordanien, des Golfs von Mexiko durch Ägypten und Kanadas durch Syrien? Es gibt sicher zahlreiche weitere ulkige Ideen. Die Frage ist, inwiefern diese fortwährende Umverteilung die Entwicklung der Menschheit voranbringt?

„Weißt Du, dass das Westjordanland eigentlich Judäa und Samaria heißt?“, sagte einmal eine Schin-Bet-Mitarbeiterin zum Verfasser dieser Zeilen und verliebte sich dann in ihn, da er ausnahmsweise einmal höflich blieb. Zum Glück führte dies nicht zu weiteren Konsequenzen, denn das Essen in Israel war damals fürchterlich. Judäa und Samaria sind Orte aus dem alten Testament und haben nichts mit der Neuzeit des Westjordanlandes zu tun. Dies sehen die israelischen Eroberer heute aber anders, denn der Judenstaat wird nun von einer religiös-fundamentalistischen Regierung angeführt, die Landnahmen biblischen Ausmaßes vorhat und dabei von einem dubiosen US-amerikanischen Immobilienspekulanten unterstützt wird.
Gasa sowie auch die israelischen Hafenstädte Ashkelon und Ashdod gehörten nie zu Eretz Israel. Und wenn König Donald nun davon phantasiert, dass die Bewohner Gasas doch des lieben Friedens willen nach Ägypten oder Jordanien umziehen sollten, wäre ihm zuvor ein Blick auf das biblische Israel anempfohlen, das sich nämlich genau bis dorthin auszuweiten gedenkt. Von ethnischer Säuberung kann dann nicht mehr die Rede sein, eher von fortwährender Völkerwanderung, angespornt vom angeblichen Volk ohne Land.

Die Geschichte wird unverantwortlichen Politikern ohne Weitsicht nicht verzeihen, die seit vielen Monaten mit der Propaganda der Hamas zusammenarbeiten und versuchen, Israel zur Kapitulation und zum Verlust des Krieges zu zwingen.
Bezalel Yoel Smotrich am 10. Februar 2025
Wer diese Aussage des unzurechnungsfähigen Finanzministers Israels hört und die fast schon absurden Bemühungen Netanjahus kennt, die Hamas finanziell zu fördern, damit es Arafats ehemaliger Guerilla und späterer Partei Fatah niemals gelingen sollte, das Machtzepter in Palästina zu übernehmen, muss sich fragen, wann und wie Prinz Bezalel König Bibi um die Ecke bringen wird? Der Glaubenswahn des Neozionismus scheint zu allem fähig.
Bisher hielt sich die religiöse Verblendung innerhalb Israels in Grenzen und beschränkte sich auf die Hochburgen Bnei Brak, das vom deutschen Missionar Conrad Schick entworfene Mea Shearim sowie Nester besonders aggressiver religiöser Siedler im Westjordanland, vor allem aus den USA. Jetzt jedoch infiltriert sie die gesamte Bevölkerung. Als der gläubige Schulkamerad eines Freundes vor Jahrzehnten erst nach Beginn des Unterrichts eintraf und als Entschuldigung angab, sein Haus wäre abgebrannt, sprach er nicht etwa vom Familiendomizil, sondern vom ersten Tempel, der vor 2.500 Jahren von den Neubabyloniern zerstört wurde. Was damals noch für heftiges Gelächter in der Klasse sorgte, ist heute bitterer Ernst, denn der Säkularisierung Europas folgte Israel nie.
Es sind bereits beunruhigende Einwürfe zu vernehmen, dass das israelische Gasa-Massaker schließlich kein Auschwitz wäre, ganz so, als bedürfe es erst sakraler Mordfabriken, damit dem schwer erziehbaren Land Einhalt geboten wird und zehntausende Tote oder die Androhung einer ethnischen Säuberung Kavaliersdelikte wären. In Abwandlung einer Frage, die einst dem US-Oligarchen John Paul Getty Jr. gestellt wurde, wieviel Geld für ihn denn genug wäre, ließe sich auch die Frage an Israel richten, mit wieviel Land es sich wohl zufrieden gäbe? Die Antwort wäre dieselbe: „Noch ein bisschen mehr.“
David Andel
