Promotionale Aufnahme von Neil Hannon für sein jüngstes Album „Rainy Sunday Afternoon“ (Regnerischer Sonntagnachmittag)

Herbstliches Frühlingsfest

The Divine Comedy schreiben unvergessliche Musik und ergänzen dies immer und immer wieder großzügig mit adäquaten Konzerten. Glaubwürdigen Quellen zufolge gibt es ohnehin kaum etwas besseres als Iren in Feierstimmung. Was jedoch passiert, wenn jemand, der ansonsten für seine Pub-kompatiblen freudvollen Hymnen bekannt ist, einmal den Moralischen hat, konnte man

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Ian Gillan (1971)

In Rock

Es gibt Hard Rock und es gibt etliche Folgen wie Heavy Metal davon. Aber bevor es all das gab, was heute unter dem Oberbegriff Hard Rock durchgeht, gab es die einzig echten, ersten Varianten, die erstaunlicherweise fast bis heute durchgehalten haben. Was Ende der Sechziger als erste vollständige Renaissance des

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Cannonball Adderley

Die dynamische Kugel

Heute vor fünfzig Jahren verstarb der Saxophonist Julian „Cannonball“ Adderley – eine der größten Tragödien für die Welt des Jazz. Er gehörte zu jenen auserlesenen Musikern, die den Einsatz ihres Instruments nicht nur wie Kinder ein Spielzeug im Sandkasten beherrschten, sondern ob ihres beispiellosen Perfektionsmus für ein ganzes Genre definierten

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Cal Tjader

Alter Latino-Schwede

Vor hundert Jahren erblickte ein Mann das Licht der Welt, der so viele Gegensätze in sich vereinte, dass er ein ausgezeichneter Künstler werden musste. Er spielte eines der schwersten Instrumente des Jazz derart elegant, dass es wie eine musikalische Feder durch die unterschiedlichsten Rhythmen wirbelte und bewies lange vor ABBA,

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Paul Desmond

Nimm fünf Jahrzehnte

Als die SZ im Nachruf auf Dave Brubeck schrieb, er wäre Schöpfer von „Take Five“, drehte sich Paul Desmond vermutlich gleich fünfmal im Grab herum. Desmond, der heute vor hundert Jahren das Licht der Welt erblickte, wurde mit „Take Five“ (Nimm Fünf) zwar unsterblich, trat aber schon nach fünf Jahrzehnten

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Die französisch-arabische Band Al-Qasar

Orientalisches Wutbad

Während dem „Fête de la Musique“ in Brüssel hatte der geneigte Melomane mit Sinn fürs Exotische erstmals seit längerer Zeit wieder Gelegenheit, dem Nahen Osten einen Besuch abzustatten. Neben der türkischen Band Lalalar und Jawhar, einer beeindruckenden magrebinischen Version von Nick Drake, war es vor allem der wütende Charme von Al-Qasar, der zu

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Mario Biondi in Brüssel

Eine Handvoll Soul

Seine Stimme ist eine Mischung aus Barry White und Isaac Hayes und sein Erscheinungsbild orientiert sich an Letzterem. Der Sizilianer reitet seit Jahren auf einer vor allem regionalen Erfolgswelle, die nach und nach nun auch in nicht-italienische Ohren überschwappt. Am 10. Juni kam Mario Biondi auf einen Abstecher ins Ancienne Belgique.

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Goldgrube iTunes

Bon Jovi über iTunes

Wer hätte gedacht, dass das Erinnerungsvermögen Jon Bon Jovis derart kurz zurückreicht. Der Sänger behauptete am Sonntag im britischen „The Sunday Times Magazine“ doch glatt, dass Steve Jobs persönlich die Musikindustrie umgebracht hätte. In einem Gespräch mit der zum Murdoch-Konzern gehörenden Zeitungsbeilage „The Sunday Times Magazine“ (Abonnement erforderlich) bezichtigte der

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Zentraleuropäischer Dudelsack

Zwanzig Jahre Mac-Fanfare

„Der Schreibtisch – endliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2011. Dies sind die Abenteuer des Computers Macintosh, der mit seiner ein Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von Windows entfernt, dringt der Computer Macintosh in die

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Tanzende Noten

Musikalischer Schmarotzer

Nicht wenige Entwickler leiden unter den restriktiven Regeln von Apples App Store, manche profitieren jedoch auch durch die Anwendung fragwürdiger Methoden. Die Anwendung „Classical“ für schlappe 79 Cent ist ein besonders übles Beispiel. Man stelle sich vor, 330 Musiktitel, insgesamt 1,7 Gigabyte klassische Musik zu nur 79 Cent, welch ein Schnäppchen!

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Hütchenspieler

Halb so gut, doppelt so teuer

Wer gute Ohren hat, der weiß, dass es zwischen einem Musikstück im Lossless-Format und einer verlustbehaftet komprimierten Variante aus dem iTunes Store einen qualitativ feststellbaren Unterschied gibt. Das hat nichts mit Esoterik zu tun, die Distanz zur unverfälschten Originalaufnahme ist einfach da, sie mag manch einem Musikfreund größer oder womöglich

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