Er ist Finanzminister, stellvertretender Verteidigungsminister Israels und als messianisch gesteuerter Siedler zuständig für das besetzte Westjordanland. Der 45-jährige Bezalel Joel Smotrich ist Anführer der „Partei des religiösen Zionismus“ (Mafdal – HaTzionut HaDatit, מפד״ל – הציונות הדתית), die bei den Wahlen am 1. November 2022 nur sieben von 120 Sitzen erhielt und dennoch drei Minister in Bibis Schreckenskabinett stellt.
Der kleine Bezalel erblickt am 27. Februar 1980 in der religiösen israelischen Siedlung Hispin auf den Golanhöhen das gefilterte Licht seiner engstirnigen Welt. Sein Vater ist Rabbi Chaim Jeruham Smotrich, der unter anderem Rabbiner im Moshav Beit Yatir und der Kirjat-Arba-Siedlung war. Seine Mutter Jocheved Manzon war Lehrerin. Wie kaum anders zu erwarten lebt er heute mit seiner Frau Revital in der völkerrechtswidrigen Siedlung Kedumim im Westjordanland in einem Haus, das illegal nicht nur außerhalb des Staatsgebiets, sondern auch unter Verstoß gegen den Bebauungsplan der Siedlung errichtet wurde.
Im Juli 2005 wird er vom Sicherheitsdienst Schin Bet verhaftet und wochenlang zu seiner Rolle bei den Protesten gegen Israels Abzugspläne aus dem Gasastreifen verhört. Man verdächtigt ihn, Straßen blockieren und die Infrastruktur beschädigen zu wollen, um den Abzug doch noch zu vereiteln. Ihm zufolge besteht der Zweck der Verhaftung und der Verhöre darin, einen eingebildeten Massenprotestmarsch in Richtung Gusch Katif zu verhindern, „der das Leben im Land lahmgelegt hätte“. Bei der Verhaftung eines seiner Mitstreiter werden in dessen Haus 700 Liter Treibstoff und brennbares Öl gefunden. Smotrich wird ohne Anklageerhebung freigelassen und gründet einen einflussreichen rechtsgerichteten Interessenverband, der sich vor allem auf die Kontrolle des besetzten Landes konzentriert.
Im Westjordanland, das er ausschließlich als „Judäa und Samaria“ bezeichnet, will er 2015 das von Orit Struck, einer ehemaligen Abgeordneten der Partei „Jüdische Heimat“ (HaBajit haJehudi, הַבַּיִת הַיְּהוּדִי), entworfene „Normengesetz“ verabschieden, um sicherzustellen, dass jedes Gesetz der Knesset automatisch auch für israelische Bürger in den illegal besetzten Gebieten des Westjordanlands gilt. Für ihn leben dort 400.000 israelische Staatsbürger unter einer Militärherrschaft, tatsächlich aber können die Siedler dort ihren widerrechtlichen Aufenthalt überhaupt nur unter der bewaffneten Protektion der Armee gegen den Willen der dort berechtigt lebenden Palästinenser durchsetzen. Noch während seiner Tätigkeit als Anwalt veröffentlicht er 2017 einen „entscheidenden Plan“ für Israel, in dem er ausschließlich drei Optionen für die Palästinenser sieht: unter israelischer Besatzung zu leben, auszuwandern oder sich zu widersetzen und getötet zu werden.
Da bleibt also noch die dritte Lösung. Sie passt zum israelischen Temperament viel besser: Krieg. Nicht die endlosen Kriege, in die wir seit Beginn des Zionismus verwickelt gewesen sind, sondern ein großer, entscheidender Krieg, der dem ganzen Kuddelmuddel ein Ende setzt. Natürlich werden die Araber besiegt und ausgelöscht. Ende der Geschichte.
Uri Avnery am 23. September 2017 über Smotrichs Aussagen und somit die heutige Situation

Smotrich kandidiert zum ersten Mal bei den Wahlen zur 18. Knesset im Jahr 2009. Er belegt den neunten Platz auf der Liste der Nationalen Union, wird gemäß Wahlgesetz für drei Monate vom Militärdienst freigestellt und kehrt dann zur Beendigung seines Dienstes in die Armee zurück. Seine Partei gewinnt vier Sitze, doch Hitzkopf Smotrich erhält keinen davon. Aus seinem privaten Umfeld heißt es später beschwichtigend, dass Smotrich gar nicht habe kandidieren wollen und er nur dem Wunsch seiner Freunde und Rabbiner, insbesondere Rabbi Chaim Druckman, entsprochen hätte, was für allgemeine Belustigung sorgt.
2015 belegt er bei der 20. Knessetwahl den neunten Platz auf der Liste des Jüdischen Heims und erlangt seinen ersten Sitz im Parlament. Nach dem Tod des Ministers für Senioren- und Pensionärsangelegenheiten Uri Auerbach am 16. Februar 2015 wird Smotrich auf den achten Platz der Liste gehievt und in die Knesset gewählt. Er erhält den Posten des stellvertretenden Knessetvorsitzenden, wird zum Mitglied des Finanzausschusses sowie des Ausschusses für Inneres und Umweltschutz ernannt.
In dieser Zeit gehört er zu den aktivsten Abgeordneten zur engeren Verflechtung von Religion und Staat und stellt fest, dass seine Partei „niemals gleichgeschlechtliche Ehen anerkennen wird“. Er setzt sich dafür ein, dass Männer, deren Ehe aufgrund der vermeintlichen Schuld der Frau geschieden wurde, schon vor dem Ende der dreijährigen Frist erneut heiraten dürfen. Er vertritt ein jüdisches Reinheitsgebot und fordert 2018 eine Verschärfung des Einwanderungsgesetzes, das sich gegen Eltern und Geschwister von Angehörigen der äthiopischen Falasch-Mura-Gemeinschaft richtet. Er tritt für eine stärkere Einhaltung des Sabbats ein und bewirkt eine Änderung der Fahrpläne und Routen von Buslinien an besagtem Tag. Er ist der Auffassung, dass mit Gottes Hilfe nach den Gesetzen der Tora gehandelt werden solle, „wie es zu Zeiten von König David und König Salomo der Fall war“.
Im Vorfeld der Wahlen zur 21. Knesset am 14. Januar 2019 besiegt Smotrich den Minister für Bau- und Wohnungswesen Uri Ariel und wird zum Vorsitzenden der Partei der „Nationalen Union – Wiederaufrichtung“ (Ha-Ichud HaLeumi – Tkuma, הָאִחוּד הַלְּאֻמִּי – תְּקוּמָה) gewählt. Vor den Wahlen am 9. April 2019 holt ihn seine Vergangenheit als religiöser Revoluzzer ein. Jitzhak Ilan, der zum Zeitpunkt der Festnahme Smotrichs Leiter der Ermittlungsabteilung des Schin Bet war, verkündet, dass Smotrich „Autos auf der Ayalon-Autobahn in die Luft sprengen wollte“ und „mit 700 Litern Material“ erwischt worden wäre. Smotrich schickt Ilan daraufhin zwar ein kaum ernstzunehmendes drohendes Schreiben, vermeidet aber rechtliche Schritte.
Im Juni 2019 bewirbt sich Smotrich um das Justizministerium und gibt an, dass er das Amt anstrebe, um „das Rechtssystem der Thora wiederherzustellen”. Stattdessen erhält der offen schwule Abgeordnete Amir Ohana den Posten, sodass sich Smotrich anschließend um das Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten bewirbt, was ihm ebenfalls misslingt. Schließlich wird er zum Minister für Verkehr und Straßenverkehrssicherheit ernannt. Im Januar 2021 verlässt seine Partei das Jamina-Bündnis und bildet zusammen mit den beiden nicht minder radikalen Exotenparteien „Jüdische Kraft“ (Otzma Jehudit, עוצמה יהודית) und „(Gott)Gefälligkeit“ (Noʿam, נֹעַם) die „Partei des Religiösen Zionismus“ (Mafdal – HaTzionut HaDatit, מפד״ל – הַצִּיּוֹנוּת הַדָּתִית). Die neue Gruppierung erzielt 5,1 % der Stimmen und sechs Sitze in der Knesset. Insbesondere die Tatsache, dass mit Otzma Jehudit und deren Vorsitzenden Itamar Ben-Gvir die rechtsradikalen Visionen des Martin David (Meir) Kahane in die Knesset gelangen, führen zu nationalem wie internationalem Entsetzen.
Eine Liste, die in Europa sofort als neonazistisch eingestuft worden wäre, hat es gerade in die Knesset geschafft. Anders kann man die Partei des Religiösen Zionismus nicht beschreiben: Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Nationalismus, gepaart mit religiösem Fundamentalismus und Gewalt, und das alles ohne jegliche Zurückhaltung: Wie soll man das sonst nennen? Kein westeuropäisches Land hätte die Dreistigkeit, eine solche Partei in seine Regierung aufzunehmen. In Europa wäre dieser Faschismus inakzeptabel. In Israel steht er kurz davor, Teil der nächsten Regierung zu werden.
Haaretz-Mitherausgaber Gideon Levy am 25. März 2021 über den Wahlerfolg des neuen Bündnisses
2021, nach den 24. Knessetwahlen, wendet sich Smotrich entschieden gegen die Bildung einer von Binjamin Netanjahu geführten Regierung, da sich diese noch auf die Vereinigte Arabische Liste unter Mansour Abbas stützen würde. Er ist der felsenfesten Überzeugung, dass es auf diesem Wege zu einem nationalistischen Aufstand israelischer Araber kommen werde und diese als fünfte Kolonne mit der Hamas zusammenarbeiten würden. Israelische Araber wären nichts anderes als Bürger, die sich mit dem Feind identifizierten.
Die Versuche bestimmter Kräfte der Rechten, die islamische Bewegung zu beschönigen, zeugen von Blindheit und gefährlicher, unverantwortlicher Kurzsichtigkeit, die zum Verlust der Herrschaft der Rechten für die nächsten Jahrzehnte und zum Ende des jüdischen Staates führen werden. Nicht weniger. Das Vertrauen der Rechten in Abbas wäre ein Verbrechen, das vielleicht noch einige Jahre der Herrschaft Netanjahus bringen würde, aber unmittelbar danach würde es die Macht für viele Jahre an eine links-arabische Koalition übertragen und eine Katastrophe für den Staat Israel bedeuten.
Bezalel Smotrich am 1. April 2021 über seine Abneigung zu israelischen Arabern
Smotrich ist hauptverantwortlich für die Verabschiedung der Gesetze zur Legalisierung des fortgesetzten Diebstahls palästinensischer Gebiete sowie des Einreiseverbots von Befürwortern der Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS) nach Israel. Er ist neben Miki Zohar (Likud), Joav Ben-Tzur (Schas) und Nissan Slomiansky (Jüdisches Heim) Mitinitiator eines Gesetzentwurfs aus dem Jahr 2015, der vorsieht, dass bei Rechtsfragen, die nicht durch Gesetze oder Gerichtsurteile entschieden werden können, Quellen der jüdischen religiösen Tradition wie die Thora berücksichtigt werden müssen.
Sich selbst bezeichnet Smotrich als „homophober Faschist“, betrachtet Homosexuelle als „Bestien“ und organisiert die schwulenfeindliche „Beast Parade“ (Bestienparade) als Gegensatz zur etablierten „Gay Pride“-Parade (Schwulenstolz). Er sieht palästinensische Frauen als demografische Gefahr und plädiert für die Segregation arabischer und jüdischer Frauen in Entbindungskliniken. Seine Frau hatte sich zuvor geweigert, nach der Geburt eines ihrer sieben Kinder das Zimmer im Krankenhaus mit einer arabischen Frau zu teilen.
Diese Leute, die mit diesen Mördern protestieren … Etwa „Schwule für Gasa“. Das ist eine Absurdität, wie ich sie noch nie gehört habe. Wer in Gasa schwul ist, dem wird in den Hinterkopf geschossen. Frauen für Gasa. Was sind Frauen in Gasa? Sie sind Vieh und andere solche Absurditäten.
Binjamin Netanjahu, der die Auffassungen seines Ministers Bezalel Smotrich gerne verleugnet, am 22. Juni 2024 über Proteste gegen seinen endlosen Feldzug in Gasa
Smotrich ist besessener Vertreter der Kolonialisierung aller besetzten palästinensischen Gebiete. Er glaubt, dass Juden ein göttliches Recht auf ganz Palästina haben, das irgendwann einmal das biblische Israel gewesen sein soll. Ein fast wahnhaftes Engagement für die Ausweitung des von Juden kontrollierten Gebiets zieht sich durch sein persönliches und politisches Leben. Nachdem im palästinensischen Huwara zwei Siedler getötet werden und weitere Siedler den Ort bereits in Brand gesteckt haben, ruft er im Februar 2023 dazu auf, die Stadt gleich völlig „zu vernichten“. 2025 kündigt er die Neuauflage eines alten Projekts zum Bau von 3.400 Wohnungen im besetzten Westjordanland in der so genannten Zone E1 an. Lange Zeit von US-Regierungen beider Parteien blockiert, soll das von der israelischen Regierung im August erneut beschlossene Projekt das Westjordanland auf der Höhe von Jerusalem in zwei Hälften schneiden, was jedoch eine deutliche Warnung der Vereinigten Arabischen Emirate nach sich zieht und die israelische Regierung dazu veranlasst, eine geplante Diskussion über die Annexion des gesamten Westjordanlands zunächst fallen zu lassen. Für den Gasastreifen gilt dies allerdings nicht.
Gasa wird vollständig zerstört werden, Zivilisten werden in den Süden in eine humanitäre Zone ohne Hamas und Terrorismus geschickt werden, und von dort aus werden sie in großer Zahl in Drittländer ausreisen.
Bezalel Smotrich am 6. Mai 2025 über seine Pläne für Gasa
Als Finanzminister seines Landes ist Smotrich ein Desaster. Vor dem Hintergrund der Justizreform im April 2023 stuft die Ratingagentur Moody’s die Prognose für die Kreditwürdigkeit Israels von „positiv” auf „stabil” herab, da Legislative und Exekutive weniger berechenbar und eher bereit wären, erhebliche Risiken für die wirtschaftliche und soziale Stabilität einzugehen. Während des Gasa-Feldzuges im Februar 2024 senkt Moody’s zum ersten Mal seit 1988 die Kreditwürdigkeit Israels von A1 auf A2 mit negativem Ausblick ab, da das Fehlen von Plänen zur Beendigung des Krieges und zur Stärkung der Sicherheit Israels nach dem Krieg die politischen Risiken erhöhe und Exekutive wie Legislative sowie die soziale und fiskalische Stabilität des Landes geschwächt würden. Im April 2024 folgen Standard & Poor’s und im August die Ratingagentur Fitch mit weiteren Abwertungen. Im September 2024 stuft Moody’s Israel gleich doppelt auf „Baa1“ mit negativem Ausblick herab, die niedrigste jemals vergebene Bewertung. Neben den Entwicklungen auf militärischer Ebene stellt die Bewertungsagentur fest, wie die Regierung trotz Warnungen von hochrangigen Vertretern des Finanzministeriums und der Bank of Israel die Überschreitung des Budgets für 2024 genehmigte und die Verabschiedung des Haushalts für 2025 verzögerte.
Trotz der Waffenstillstände mit dem Iran und der Hisbollah im Norden und einer Abschwächung der Risiken durch den militärischen Konflikt im Gasastreifen bleiben die geopolitischen und sicherheitspolitischen Risiken erheblich und stellen für Israel eine Quelle für negative Kreditrisiken dar. In den letzten 18 Monaten hat sich die erhebliche Eskalation der geopolitischen Risiken in schwächeren Aussichten für die Staatsfinanzen Israels niedergeschlagen, was wir in früheren Ratingmaßnahmen berücksichtigt haben.
Die Begründung Moody’s vom 7. Juli 2025 zur Herabstufung Israels
Seine Gegner nennen den haarigen Minister gern „Beelzebub Smotrich“. Ironischerweise stellt der Begriff Beelzebub, der nicht zuletzt als Bezeichnung für den Teufel gebraucht wird, in der Mythologie einen Dämon der Philister dar, aus denen das Volk der Palästinenser hervorging. Seine Fürsprecher hingegen sehen in ihm einen messianischen Kämpfer, der sich von seinem Pfad der Zerstörung aller verbliebenen palästinensischen Spuren im gelobten Land nicht abbringen lässt. International wird er zunehmend geächtet und erhält in zahlreichen Ländern Einreiseverbot. Im Juni 2025 verhängen Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und Norwegen aufgrund des Vorwurfes der „Anstiftung zur Gewalt gegen Palästinenser“ Sanktionen gegen Smotrich, die ein Einreiseverbot, das Einfrieren etwaiger Vermögenswerte und ein Verbot für Finanzinstitute und Unternehmen, mit ihm finanzielle Transaktionen durchzuführen beinhalten. Kurz vor Verhängung der Sanktionen wendet sich Smotrich mit der Forderung an die Bank of Israel, Bankkunden zu schützen, die von Beschränkungen in verschiedenen Ländern betroffen sein könnten. Die Bankenaufsicht erarbeitet daraufhin einen Entwurf für eine neue Verordnung über die Erbringung von Dienstleistungen für Kunden, gegen die Sanktionen verhängt wurden, um eine angemessene Bankdienstleistung bei gleichzeitigem Risikomanagement im globalen Finanzsystem zu gewährleisten. Die Bank of Israel allerdings sieht in dem Schreiben Smotrichs einen Versuch, die Befugnisse der Zentralbank zu untergraben. Am 17. Juli wird Smotrich von der slowenischen Regierung aufgrund von Äußerungen und Handlungen, die den demokratischen Werten Sloweniens sowie den Menschenrechten und dem internationalen Frieden zuwiderlaufen, als unerwünschte Person eingestuft. Wenig später verbieten ihm die niederländische und spanische Regierung die Einreise.
Der Ende September von der US-amerikanischen Trump-Administration verkündete wenig überzeugende 20-Punkte-Plan führt zu heftigen Reaktionen Smotrichs. Ende Oktober äußert er sich abfällig über Saudi-Arabien und schreckt dabei auch nicht vor rassistischen Klischees zurück.
Wenn Saudi-Arabien uns „Normalisierung im Austausch für einen palästinensischen Staat“ anbietet, Freunde – nein danke. Reitet weiter auf Kamelen durch die Wüste Saudi-Arabiens, und wir werden uns weiterhin mit der Wirtschaft, der Gesellschaft und dem Staat und den großartigen Dingen, die wir zu tun verstehen, weiterentwickeln.
Bezalel Smotrich am 23. Oktober 2025 über seine Vorstellung der Zukunft
Da die Erdölmonarchie jedoch integraler Bestandteil der regionalen Selbstbereicherungsstrategie Donald Trumps und seiner Familienmitglieder ist, sieht Smotrich sich später veranlasst, seine Aussage abzuschwächen.
Meine Äußerung über Saudi-Arabien war absolut unangemessen, und ich entschuldige mich für die dadurch verursachte Beleidigung. Ich erwarte von den Saudis, dass sie uns keinen Schaden zufügen und unser Erbe, unsere Tradition und die Rechte des jüdischen Volkes auf seine historischen Heimatgebiete in Judäa und Samaria nicht leugnen und einen echten Frieden mit uns schließen.
Bezalel Smotrich am 23. Oktober 2025 wenige Stunden später
Schon einen Monat später verdeutlicht er, was für ihn ein Friedensvertrag mit Gasa bedeutet. Er verfolgt weiterhin eine kompromisslose Expansionsstrategie zu Lasten Palästinas und zunehmend auch zulasten der Nachbarstaaten.
Meine Lebensaufgabe ist es, die Gründung eines palästinensischen Staates im Herzen unseres Landes zu verhindern. Es gibt Dutzende arabischer Staaten und auch mehrere europäische Länder, die dafür in Frage kommen würden, aber nicht hier. Hier wurde der jüdische Staat gegründet, und hier wird er auch weiterhin mit voller Souveränität bestehen bleiben. Seit Jahren arbeite ich hart daran, die Idee eines palästinensischen Staates in der Praxis zu verhindern, und mit Gottes Hilfe werde ich dies auch weiterhin mit aller Kraft tun.
Bezalel Smotrich am 17. November 2025 über seine Vorstellung der Zukunft
David Andel
(dieser Beitrag wird fortwährend aktualisiert)
