Abschied von Konzeption, Leitung und Inhalten Apple-zentrischer Medien

Die Presseagentur Andel kündigt mit sofortiger Wirkung an, keine weiteren Apple-zentrischen Medien mehr zu konzipieren, leiten oder mit Inhalten zu versehen. „Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem Apple keine eigene Subkultur mehr nötig hat und ein reines Apple-Medium kein inhaltlich oder wirtschaftlich überlebensfähiges Produkt mehr sein kann.“, so David Andel zum Ausstieg.
Der Startschuss des ersten Magazins der Presseagentur Andel zum Thema NeXT/Apple erfolgte 1991. Damals galt Steve Jobs als „Enfant terrible“ der Informationstechnologie und das Internet war nur einem kleinen Kreis von Anwendern zugänglich. „Als der NeXTcube 1991 erstmals in Deutschland vermarktet wurde, erschien uns dieser wie der Vorreiter einer besseren Welt. Die Übernahme des fast schon zum Skelett geratenen Unternehmens durch Apple brachte diesen Traum auf eine höhere Ebene.“ Der seither erfolgte Umsturz nicht nur in Sachen Verbreitungsgrad des Internet, sondern auch hinsichtlich dessen Kommerzialisierung und selten standardisierter Unterteilung in immer neue offene oder geschlossene Benutzergruppen sowie der stets größer werdende kriminelle, wirtschaftliche und staatliche Missbrauchsansatz zu Überwachungs- und Kontrollzwecken fordern eine grundlegende Umorientierung des erstarrten Medienmarktes.

Nicht Apple, Google, Microsoft oder deren Produkte müssen im Brennpunkt des Journalismus stehen, sondern fundamentale Entwicklungen und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben sowie daraus abgeleitete positive wie negative Zukunftsvisionen. Journalismus darf nicht zum Medium einer Schrebergärtnerkolonie verkommen oder sich dieser unterwerfen, er muss vielmehr komplexe Sachverhalte einschätzen, beschreiben und rechtzeitig auch kritisieren wie davor warnen.

„Wir waren sehr enttäuscht von der Tatsache, dass Apple mit der Einstellung von Front Row den heimischen zentralen Medienserver begrub und durch eine reine Konsumstrategie namens Apple Music, Apple TV, iCloud usw. ersetzt hat und sehen hier schlimmstenfalls eine Wiederholung der unglücklichen Geschichte von Sony, in der zahlreiche Hardware-Innovationen zugunsten des uneingeschränkten Konsums verkrüppelt oder gar verhindert wurden. Apple Watch, iPad, iPod touch, iPhone sowie die iMac-, MacBook-, Mac-mini- und sogar die Mac-Pro-Reihe sind kaum mehr als kurzlebige und wartungsfeindliche Konsumgeräte, auf denen kreative Inhalte eher Ausnahmeerscheinungen oder wenig sinnvoll sind.“, so David Andel.

„Unter den jetzigen Umständen wäre mir die Unterstützung des Unternehmens Apple nie in den Sinn gekommen. Apple bietet keine bessere Medienwelt, sondern sieht den Endverbraucher und seinen Gerätepark als eine Art Melkkuh, die ihr Melkzeug auch noch selbst bezahlt.“, so David Andel abschließend.

Beiträge zum Thema Informationstechnologie werden auch weiterhin von der Presseagentur Andel veröffentlicht, eine fortwährende Fokussierung auf Unternehmenssegmente gleich welcher Couleur findet jedoch nicht mehr statt. Auch werden keine Aufträge für Artikel in Fachmedien oder solche mit geschlossenen Benutzergruppen (etwa für iPad-Endgeräte) mehr entgegengenommen, da insbesondere dort keine journalistischen Visionen verfolgt oder wirtschaftlich sinnvollen Einnahmemöglichkeiten generiert werden können.