Bibis endloser Endsieg

Die zionistische Schimäre des jüdischen Volkes soll ihr Daseinsrecht zumindest bis zum Weltuntergang ausüben dürfen, durch den vor allem das real existierende palästinensische Volk unter den Augen des selektiv-völkerrechtlichen Westens einen elenden Tod stirbt. So war dies von Anfang an auch gedacht, anders könnte ein Fremdkörper wie Israel inmitten seiner arabischen Nachbarn gar nicht fortbestehen.

In einer religiösen Schrift heißt es „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“ und wird seither apologetisch in alle Richtungen weit weg von Israel interpretiert, ganz wie es sich zu Zeiten der Pax Americana gehört. Ein Blutbad nach dem anderen ist konkretes Vorhaben Netanjahus, denn er lässt keine mörderische Option aus, sein Versagen am 7. Oktober 2023 in das Verlangen nach einem endlosen Krieg umzumünzen. Bibis Mantra ist, dass das, was man ihm in der Vergangenheit durchgehen ließ, Grundlage der Zukunft wird und das, was im kleinen Maßstab ertragen wurde, groß angelegt noch besser funktionieren muss.

Er hatte alle nur denkbaren Freiheiten in der Vergangenheit. Man ließ ihn gewähren, schaute bei all seinen Untaten weg, beklatschte ihn vor allem in seiner Parallelheimat USA und folgte seiner billigen Propaganda auch in Deutschland. Das wird nun langsam anders, die Wut der Menschheit auf das auserwählte Volk wird größer, die Stimmen der Vernunft lauter, die absurden Rechtfertigungen Israels besser erkannt. Was Bibi bleibt, das sind die Irren. In den USA evangelikale Protestanten, die Israel als Voraussetzung zur Verdammnis der Juden und zum Weltuntergang vor ihrer großen Stunde sehen. In Israel eine kahanistsche Schreckensbande, die in ihrem tödlichen Expansionstrieb keine Grenzen kennt. In Deutschland impotente Vasallen der USA, die nichts sehnlicher als eine Teilhabe am sterbenden US-Imperium wünschen. Staatsräson hin oder her – sobald sich die erste US-Regierung von Israel abwendet, wird man auch in der kriegstüchtigen Bundesrepublik Deutschland nichts mehr vom Recht Israels auf „Selbstverteidigung“ vernehmen. Dann wird es finster und kalt im gelobten Land, bis dahin ist aber noch ein weiter Weg.

Bibis primitive Koalition entfesselter Kahanisten muss unter allen Umständen bestehen bleiben, obgleich sie nach Ablauf der Legislaturperiode Ende kommenden Jahres enden müsste. Was will das Land, das sich gerade erfolgreich abzuschaffen droht, aber tun, damit das Grauen kein vorschnelles Ende findet? Einem Beitrag der israelischen Tageszeitung Haaretz zufolge soll dies neben einem kaum mehr zu steigernden Populismus und der Beeinflussung durch die üblichen Meinungszentren im Internet hauptsächlich durch wahlmanipulative Techniken erfolgen, die die arabische Wählerschaft Israels diskreditieren oder gleich ganz von der Stimmabgabe abhalten würden. Das Netanjahu-Regime definiert Terror beliebig und gedenkt jeden Kandidaten, der in irgendeiner Form auch nur in die Nähe einer solchen Festlegung käme per Gesetz zu disqualifizieren, wohingegen einst von der Wahl ausgeschlossene rechtsextreme Kandidaten mit einer sicheren Zulassung und damit auch einem sicherem Posten in Bibis künftigen Schreckenskabinett rechnen könnten.

Dabei hat es der korrupteste aller Premiers des gelobten Landes nicht leicht. Sein Alter Ego im Weißen Haus möchte gleichzeitig den Friedensnobelpreis, Strandhotels in Gasa, Zugriff auf die Bodenschätze der Ukraine, Frieden mit Russland ohne Wehklagen der Europäer und Frieden in Palästina ohne Wehklagen der Araber. Die durchgeknallten jüdischen Siedler stören ihn dabei ebensowenig wie die nicht minder ausgerasteten Banderisten Selenskis. Enteignende Siedler waren schließlich auch Startkapital der USA und patriotisch-naive Waffennarren seit jeher ihr bestes Kanonenfutter.

Netanjahu-Fahndungsplakat der europäischen Linksfraktion
Netanjahu-Fahndungsplakat der europäischen Linksfraktion

Bibi plant hingegen nur den endlosen Aufschub seiner Prozesse und die Fortsetzung seines Daseins als politischer Minikrösus. Nichts wäre fürchterlicher für ihn, als als lamentierender alter Sack hinter Gittern zu enden. Irgendwann, so hofft er, wird das halbe Land zu seinen Gunsten ausgetauscht worden sein, sodass keinerlei Gefahr mehr für ihn besteht und er im Sonnenuntergang beruhigt seine Zigarren rauchen kann, während Gasa nur noch eine ferne Erinnerung ist. Solange dies aber nicht der Fall ist, wird weiter Krieg geführt. Und wenn bis Ende 2026 noch immer keine Lösung zur unbeschwerten Fortsetzung seines und „Sarales“ pompösen Lebens gefunden wurde, wird das Kriegsrecht verhängt, wozu Israel allzeit bereit ist. Und dann … irgendwann wird auch der 34jährige Sohnemann Jair seine Pubertät beenden, sozialer Medien überdrüssig sein und die Nachfolge des Herrn Papa antreten können.

Derweil stehen die internationalen Zeichen zunehmend schlecht für das Netanjahu-Regime. Israel wird von 162 der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (84 %) diplomatisch anerkannt, darunter die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat, wohingegen 147 Mitgliedsstaaten (76 %) Palästina anerkennen, darunter mit China und Russland zwei der fünf Vetomächte. Das wird sich jedoch zur UN-Vollversammlung im September ändern, wenn weitere Länder Palästina formal als unabhängigen Staat einstufen. Neben Australien und Kanada vermutlich auch Portugal und Neuseeland sowie die beiden Vetomächte Frankreich und die britische Insel, sodass der Vorsprung Israels bei den Vereinten Nationen nur noch knapp ist. Der Vorwurf der üblichen Verdächtigen, dass dies ein Sieg der von Israel bewusst mitfinanzierten Hamas wäre, sollte den Judenstaat spätestens dann an seine eigenen terroristischen Wurzeln erinnern.

Bombenanschlag auf das „King David“-Hotel am 22. Juli 1946 durch die von Menachem Begin geführte radikalzionistische Terrororganisation Irgun

Zwischenzeitlich dürfte die Zahl palästinensischer Opfer auf mehrere hunderttausend Menschen anwachsen, womit das kleine Israel eine weltweit führende Position im genozidalen Wettbewerb einnimmt. Diese Toten waren vermeidbar, diese Toten waren gewollt, von Anfang an. Das ist die Welt, in der Deutschland in führendem Gehorsam in einem fiktiven US-amerikanisch dominierten internationalen Umfeld verweilen möchte. Deutschland folgt seiner Tradition als Unrechtsstaat und gesellt sich weiter an die Seite des rechtsextremen Israels, während es gleichzeitig schüchtern verkündet, keine Rüstungsgüter mehr an Israel liefern zu wollen, die im Gasastreifen eingesetzt werden können, wozu ein Medienphänomen namens Strack-Zimmermann noch im Mai dieses Jahres meinte, diese hätte das Land ohnehin nicht nötig.

Die Frage der Waffenlieferung, um diese Geschichte mal einzuordnen. Israel ist im Vergleich zu Deutschland ein hochgerüstetes Land, aus gutem Grund. Erstmal hat es technisches Know How. Es wird, seit es existiert, angegriffen. Aus dem Norden, aus dem Libanon, aus Syrien nicht zu vergessen, äh, aus dem Gasastreifen. Der Iran lässt seine Proxies von der Kette, inklusive der Huthis. Das heißt, Israel wird angegriffen, vom ersten Tag an. Diese Menschen dort leben in einem Kriegszustand. Und deswegen sind sie auf unsere Waffen, auf unsere Komponenten, da gibt es Komponenten, die geliefert werden, gar nicht angewiesen. Sondern, es geht letztendlich darum, abzulenken von der eigentlichen Problematik, nämlich, dass und da bin ich bei der Zweistaatenlösung. Dass wir da viel viel viel aktiver werden müssen.

FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann am 12. Mai 2025 im deutschen Fernsehen

Abgesehen von der absurden Unterstellung, Israel wäre ein ununterbrochen angegriffenes Unschuldslamm, was es zu keinem Zeitpunkt jemals war und auch nie sein wird, muss bei solchen Äußerungen immer wieder darauf verwiesen werden, dass der Großteil Palästinas mit westlicher Hilfe von zionistischen Siedlern vereinnahmt und damit zum jüdischen Staate auf palästinensischem Boden wurde. Ein Vorgang, der bis zum heutigen Tage nicht nur einzigartig ist, sondern noch fortgeführt wird und auch die Zukunft des Gasastreifens wie des Westjordanlandes sein soll, wie das Netanjahu-Regime immer wieder in alle Welt hinausposaunt. Da die enteigneten Palästinenser keine Einsicht zeigen und weder verschwinden noch stillhalten wollen, werden sie weiter mit westlichen Waffen umgebracht. Waffen aber, die Israel Strack-Zimmermann zufolge nicht nur nicht nötig hätte, sondern laut Bundesregierung auch nicht zu bezahlen gewillt ist, was dann vollends absurd wäre. Die nahöstliche Staatsräson Deutschlands hält es mit ihren Verbindlichkeiten nicht anders als René Benko.

Größter finanzieller Schuldner im Bereich der finanziellen Zusammenarbeit ist demnach derzeit Israel mit Verbindlichkeiten gegen Deutschland in Höhe von 17,7 Milliarden Euro.

Antwort der Bundesregierung (21/451) vom 18. Juni 2025 auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion

All dies geht einher mit den Steckbriefen des internationalen Gerichtshofes und den großmäuligen Ankündigungen Netanjahus, mal eben Gasa-Stadt besetzen zu wollen. Wer glaubt, dies wäre vorübergehend, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Dies wird nicht nur zu einer weiteren Zunahme zahlloser unnötiger menschlicher Opfer führen, sondern auch dem internationalen Ansehen Israels dauerhaft schaden, das sich in seinem propagandistischen Wolkenkuckucksheim als einzig legitimer Stellvertreter des Judentums sieht und sich gleichzeitig als größte Gefahr desselben manifestiert. Kein Jude wird auf dieser Welt jemals mehr sicher sein, wofür Netanjahu höchstpersönlich zu danken ist.

Und die Bundesrepublik Deutschland hat ja aus ihrer Geschichte gelernt. Wir hatten eine bedingungslose Kapitulation Deutschlands … und Israel … bevor wir einsichtig wurden. Und Israel möchte eine bedingungslose Kapitulation der Hamas und der Hisbollah, weil diese das Existenzrecht Israels nicht anerkennen. Der Iran, der Hisbollah und die Hamas und die Huthis erkennen das Existenzrecht Israels nicht an. Deswegen die Reaktion Israels.

CDU-Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter am 12. Mai 2025 im deutschen Fernsehen

Die Bundesrepublik Deutschland hat nichts gelernt. Wenn Herr Kiesewetter meint, „die Reaktion“ Israels wäre doch nur, jene anzugreifen, die sein „Existenzrecht“ nicht anerkennen, dann ist es im Umkehrschluss nicht minder legitim, Palästina das gleiche Recht zuzugestehen. Wie vieler toter Araber bedarf es wohl auf dieser Welt, damit Israel seine „Existenz“ gesichert sieht? Das menschenverachtende Töten des Netanjahu-Regimes geht unvermittelt weiter und entwickelt sich zu einem endlos fortgesetzten Endsieg mit unfassbar vielen Opfern in der gesamten Region. Frauen und Kinder sterben in unbeschreiblicher Grausamkeit, ob direkt oder indirekt durch Bomben, Kugeln oder durch Hunger. Journalisten, die darüber berichten, werden dabei ebenso ermordet wie Ärzte, die Menschenleben retten. Jene simplen Tatsachen führen sämtliche Hasbara-Umdeutungen ad absurdum. Bislang kamen 234 Journalisten und 1.200 Mitarbeiter des Gesundheitssektors ums Leben. Der Tod trägt den Namen Israel, sein Vollstrecker heißt Binjamin Netanjahu.

David Andel