{"id":23705,"date":"2026-08-18T15:36:25","date_gmt":"2026-08-18T13:36:25","guid":{"rendered":"https:\/\/andel.info\/?p=23705"},"modified":"2026-08-19T09:29:19","modified_gmt":"2026-08-19T07:29:19","slug":"kein-land-der-welt-will-israel-als-nachbarn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andel.info\/fr\/2026\/08\/18\/kein-land-der-welt-will-israel-als-nachbarn\/","title":{"rendered":"Aucun pays ne veut Isra\u00ebl pour voisin"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\"><em>Die Heuchelei um den vom Westen ausreichend weit entfernten Staat Israel kennt keine Grenzen. Jene Juden, die f\u00fcr Europa am besten stets woanders oder tot zu sein hatten, sollten zumindest von den Arabern mit offenen Armen empfangen werden. Zum Dank daf\u00fcr gab es wiederum Enteignung, Tod und Verderben. Das schlechte Gewissen der Europ\u00e4er, europ\u00e4ische Juden jahrhundertelang wie Untermenschen behandelt zu haben, f\u00fchrt dabei zu immer neuen psychologischen Abenteuern.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">In rechtskonservativen Postillen wie der Schweizer NZZ (Neue Z\u00fcrcher Zeitung) wird inmitten gef\u00fchlt endloser Beitr\u00e4ge \u00fcber heimatliche Befindlichkeiten, leidende Investoren, wirtschaftliche Egoisten, hirnlosen Konsum, gef\u00e4hrliche Russen, berechnende Chinesen, mordlustige Araber und heilige Ukrainer auch immer wieder gern \u00fcber die Gem\u00fctsverfassung des ewig missverstandenen Israels spekuliert, so wie unl\u00e4ngst mit der Behauptung, es g\u00e4be eine \u201everquere Idee, dass Juden Opfer bleiben m\u00fcssen\u201c. Das konnte <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/impressum\/benedict-neff-ld.1643245\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Benedict Neff<\/a>, Ex-Referent des Springer-Vorstandsvorsitzenden\u00a0Mathias D\u00f6pfner und heutiger Leiter des Auslandsressorts der NZZ (Neue Z\u00fcrcher Zeitung), einfach nicht sein lassen, lie\u00df seinen Gedanken freien Lauf und wurde so ein weiteres Mal zum ungekr\u00f6nten Zeilenschinderk\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Mord an sechs Millionen Juden wurde Deutschland ein quasipazifistisches Land. Die Deutschen hatten sich mit ihrem Nationalismus und Militarismus so in den Abgrund gest\u00fcrzt, dass sie nun mit Krieg und Waffen fast gar nichts mehr zu tun haben wollten.<\/em><\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/impressum\/benedict-neff-ld.1643245\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Benedict Neff<\/a>, Ex-Referent des Springer-Vorstandsvorsitzenden&nbsp;<a href=\"https:\/\/andel.info\/2026\/07\/20\/karp-und-wie-er-die-welt-sah\/\">Mathias D\u00f6pfner<\/a> und heutiger Leiter des Auslandsressorts der NZZ (Neue Z\u00fcrcher Zeitung) \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/fuer-israel-gelten-immer-strengere-massstaebe-dahinter-steckt-die-verquere-idee-dass-juden-opfer-bleiben-muessen-ld.10019125\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">missverstandene<\/a> Israel<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Erneut finden <a href=\"https:\/\/andel.info\/2026\/08\/03\/deutschlands-ablass\/\">alle anderen Opfer<\/a> Deutschlands keine Erw\u00e4hnung, sonst w\u00e4re der Beitrag schnell verpufft. Deutschland ist als NATO-Mitglied seit 1955 auch kein \u201equasipazifistisches\u201c (was immer das sein soll) Land und an <a href=\"https:\/\/worldostats.com\/country-stats\/arms-exports-by-country\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">f\u00fcnfter Stelle<\/a> der weltgr\u00f6\u00dften R\u00fcstungsexportstaaten. Neff wurschtelt sich eine Anschauung zurecht, wie sie verquerer nicht sein k\u00f6nnte und damit einen demagogischen Ansatz darstellt, der den ehemaligen antij\u00fcdischen Propagandisten und sp\u00e4teren Philosemiten <a href=\"https:\/\/nunu.at\/artikel\/ein-sehr-krasser-individualist\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Axel C\u00e4sar Springer<\/a> zu Tr\u00e4nen ger\u00fchrt h\u00e4tte. Kaum verwunderlich, denn der NZZ-Chefredakteur (oder, wie man in der Schweiz sagt: Chefredaktor) Eric Gujer holte besagten Neff 2021 von einem Ausflug in eben jene Springer-Hirnwaschanlage in das <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XmJLEbvAI1g&amp;t=157s\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Land der Kuckucksuhren<\/a> zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Gujer war auch an der Integration des Plagiatoren Dominik Feusi in die NZZ beteiligt, dessen journalistisches Talent, <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/2024\/10\/02\/brink-world-war-3-only-israel-can-stop-it\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">einen Artikel<\/a> des sp\u00e4ter durch Springer <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/media\/2026\/apr\/24\/axel-springer-skipped-due-diligence-telegraph-takeover\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">im Blindflug<\/a> \u00fcbernommenen britischen Telegraph weitgehend <a href=\"https:\/\/www.nebelspalter.ch\/themen\/2024\/10\/naher-osten-wir-stehen-am-rande-eines-endlosen-krieges-und-nur-ein-land-kann-ihn-verhindern\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">abzuschreiben<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.pressreader.com\/switzerland\/sonntags-blick\/20260531\/281771340857244?srsltid=AfmBOooQvkrqWKKKjD9NqtAReY4js71hyB1RGgbAGT4JXbJVk9vguJZA\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a> der direkte Vergleich), bereits bei dessen Anstellung <a href=\"https:\/\/www.blick.ch\/politik\/plagiats-affaere-um-nebelspalter-journalist-was-wussten-die-nzz-chefs-id22005883.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">bekannt war<\/a>. Gujer sollte die seit 1780 bestehende NZZ Anfang 2015 auf Vordermann bringen, versetzte die Redaktion in der Z\u00fcrcher Falkenstra\u00dfe aber in <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/1741\/nzz\/die-angst-geht-um-an-der-falkenstrasse\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Angst und Schrecken<\/a> und tritt nun selbst angeschlagen nach zw\u00f6lf Jahren zum 1. Februar noch vor seinem 65. zur\u00fcck. Und das ist keine Sekunde zu fr\u00fch, war Gujer in der Vergangenheit doch vor allem f\u00fcr einen inhaltlichen politischen Rechtsruck bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Beitrag wie jenem von Neff findet sich denn auch die gesamte rechtspopulistisch-kapitalistische Sicht der Dinge wieder, die es seitens der alten und neuen so genannten aber nie tats\u00e4chlichen Konservativen fortw\u00e4hrend zu verteidigen gilt. Sie wollen keine Nazis mehr sein, sympathisieren aber mit deren politischen Erben. Sie sind zwar gegen die Annexion Russlands von Teilen der Ukraine, bef\u00fcrworten aber s\u00e4mtliche Annexionen Israels oder der USA. Der Einmarsch der Sowjetunion nach Afghanistan war schlecht, der Einmarsch der USA nach Afghanistan war gut. Die <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/U.S._policy_towards_authoritarianism#Table_of_authoritarian_governments_supported_by_the_United_States\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diktatoren des Westens<\/a> sind notwendig, alle anderen sind zu bek\u00e4mpfen, usw. usf.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>M\u00f6gen die Russen, Nordkoreaner, Syrer und Iraner Menschenrechte verletzen, wie sie wollen, in der Uno spricht man am liebsten \u00fcber Israel. Am 10.\u2005November 1975 verabschiedete die Uno die ber\u00fchmte Resolution 3379 und stellte fest, \u00abdass der Zionismus eine Form des Rassismus und der rassistischen Diskriminierung ist\u00bb.<\/em><\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/impressum\/benedict-neff-ld.1643245\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Benedict Neff<\/a>, Ex-Referent des Springer-Vorstandsvorsitzenden&nbsp;<a href=\"https:\/\/andel.info\/2026\/07\/20\/karp-und-wie-er-die-welt-sah\/\">Mathias D\u00f6pfner<\/a> und heutiger Leiter des Auslandsressorts der NZZ (Neue Z\u00fcrcher Zeitung) \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/fuer-israel-gelten-immer-strengere-massstaebe-dahinter-steckt-die-verquere-idee-dass-juden-opfer-bleiben-muessen-ld.10019125\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">missverstandene<\/a> Israel<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es ist erm\u00fcdend, auch Journalisten der NZZ immer wieder erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen, dass weder Russen, Nordkoreaner, Syrer noch Iraner ein ganzes Volk enteignet und vertrieben haben, um anschlie\u00dfend auf dessen Grund und Boden einen neuen nationalreligi\u00f6sen Staat zu gr\u00fcnden. Israel jedoch hat dies getan und expandiert immer noch vor den Augen der Welt, nur nicht jenen der NZZ-Redaktion. Dass dies den Vereinten Nationen, nicht aber der NZZ, unangenehm aufst\u00f6\u00dft, liegt wom\u00f6glich am abgeschotteten und abgelegenen Charakter der Schweiz, der NZZ-Autoren oder beidem, ist aber eher ein Makel der NZZ denn der Vereinten Nationen. Die speziellen Schweizer Beziehungen zu den von Deutschland verfolgten Juden lassen sich vielerorts nachlesen. Eine 1996 eingesetzte Expertenkommission in nur <strong>einem<\/strong> Fall von vielen kam zu folgendem Schluss:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>In der Nachkriegszeit l\u00e4sst sich eine Tendenz zur Verdr\u00e4ngung der Vergangenheit feststellen. Wie auch in anderen Bereichen, beispielsweise dem Goldhandel oder dem Markt mit geraubten Kunstwerken, hatte in der Schweiz niemand Interesse, diese Gesch\u00e4fte aufzudecken und strafrechtlich zu verfolgen. Im Hinblick auf den \u00abMenschenhandel\u00bb trifft dies um so mehr zu, als sowohl die Motive als auch die einzelnen T\u00e4tigkeiten nur schwer \u00fcberpr\u00fcfbar waren und heute immer noch sind. Das Nachlassen des \u00e4usseren Drucks nach den Washingtoner Verhandlungen verst\u00e4rkte zudem die schweizerische Haltung, Vergangenes ruhen zu lassen.<\/em><\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.uek.ch\/de\/publikationen1997-2000\/loesegeld.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Schweiz und die deutschen L\u00f6segelderpressungen in den besetzten Niederlanden<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wieso also diese viel zu sp\u00e4te F\u00fcr- und Seelsorge f\u00fcr ein Israel, das angeblich der Heimathafen aller Juden dieser Welt sein soll? Die Schweiz war alles andere als ein Land besonderer Hilfsbereitschaft gegen\u00fcber den verfolgten Juden im deutschen \u201eDritten Reich\u201c, weshalb Neffs Hinweis auf den behaupteten Judenhass im Nahen Osten als \u201ekonstitutives Element der arabischen Kultur\u201c besonders erstaunt. Neff bleibt s\u00e4mtliche Beweise schuldig und erkl\u00e4rt auch nicht, ob der von ihm konstatierte Judenhass der arabischen Kultur bereits vor oder erst nach der Staatsgr\u00fcndung Israels der Fall war. Die vorgeblich neutrale Schweiz w\u00fcrde Israel als direkten Nachbarn oder Eroberer seiner L\u00e4ndereien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wie die Pest hassen, \u00fcberhaupt jeder Staat auf dieser Welt w\u00fcrde es verabscheuen, verleugnete man sein Land und sein Volk einfach und gr\u00fcndete dann dort einen expansionistischen und mittlerweile auch sehr radikalen und religi\u00f6sen Staat.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Im Sp\u00e4tsommer 1942 erhielt die Asylpolitik der Schweiz eine drastische Wendung. Per Pr\u00e4sidialverf\u00fcgung beschloss der Bundesrat, \u00abk\u00fcnftig [\u2026] in vermehrtem Masse R\u00fcckweisungen von ausl\u00e4ndischen Zivilfl\u00fcchtlingen\u00bb zu veranlassen, \u00abauch wenn den davon betroffenen Ausl\u00e4ndern daraus ernsthafte Nachteile (Gefahren f\u00fcr Leib und Leben) erwachsen k\u00f6nnten\u00bb (<a href=\"http:\/\/dodis.ch\/47408\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">dodis.ch\/47408<\/a>). Bundesrat Eduard von Steiger, Vorsteher des EJPD, verteidigte die Versch\u00e4rfungen vor dem Nationalrat (<a href=\"http:\/\/dodis.ch\/47431\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">dodis.ch\/47431<\/a>). In einer Rede verglich er das Land mit einem \u00abstark besetzte[n] kleine[n] Rettungsboot mit beschr\u00e4nktem Fassungsverm\u00f6gen\u00bb (<a href=\"http:\/\/dodis.ch\/14256\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">dodis.ch\/14256<\/a>), eine Methapher, die unter der Formel \u00abdas Boot ist voll\u00bb ber\u00fchmt werden sollte.<\/em><\/p>\n<cite>Die Schweizerische Forschungsstelle&nbsp;Dodis \u00fcber \u00ab<a href=\"https:\/\/www.dodis.ch\/de\/die-schweiz-die-fluechtlinge-und-die-shoah\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das Boot ist voll<\/a>\u00bb und die geringe Judenliebe der Schweiz genau in jenem Moment, als jede Hilfe gerade in Europa vonn\u00f6ten war<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>In Deutschland, der Heimat jenes T\u00e4tervolkes, das sich heute als gel\u00e4utert sieht, da es sich die rassistische wie geopolitisch menschenverachtende Staatsr\u00e4son einer Laisser-faire-Strategie f\u00fcr Israel verinnerlicht hat, geht die Heuchelei allerdings noch deutlich weiter als in der Schweiz. Dort erinnert man sich einerseits sehr genau und wiederholt an die Scham verlorenen und dann besetzten Bodens. Den Verlust der so genannten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ostgebiete_des_Deutschen_Reiches\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ostgebiete des Deutschen Reiches<\/a> hat man bis heute nicht verwunden, den der DDR nach dem Ende des bereits zweiten gescheiterten Weltkrieges erst recht nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Territorien \u00f6stlich der&nbsp;Oder-Nei\u00dfe-Linie, also die 36.966&nbsp;km\u00b2 der Provinz Ostpreu\u00dfen, die 34.529&nbsp;km\u00b2 der&nbsp;Provinz Ober-&nbsp;und&nbsp;Niederschlesien, die 31.301&nbsp;km\u00b2 der Provinz Pommern und auch die 29.140 km\u00b2 des Sudetenlandes wollte Deutschland stets zur\u00fcck.&nbsp;Das Drama um die ehemalige DDR war ungleich gr\u00f6\u00dfer. Die Zerst\u00f6rung des nicht ohne Ironie als Deutsche Demokratische Republik bezeichneten \u201eanderen\u201c deutschen Staats schien eines der Hauptanliegen konservativer deutscher Politik zu sein. Auf das Gebiet der DDR verzichten? Niemals! Man wollte sich jenes Land, das kriegsbedingt fortan sozialistischen Vorgaben zu folgen hatte, unter allen Umst\u00e4nden wieder einverleiben. Auch das war Teil der Staatsr\u00e4son.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Grenzen zwischen Ost und West waren stets sehr klar. Dort gab es keine ostdeutschen Siedler, die sich unter sch\u00fctzender Beteiligung der NVA (Nationale Volksarmee) westdeutsches Land unter den Nagel rissen. Auch terrorisierten die DDR-Milit\u00e4rs nicht die Enklave Berlin, so wie das Israel mit Gasa tut. Als dies mit der Blockade Berlins mal versucht wurde, stand sofort die US-Luftwaffe Gewehr bei Fu\u00df und organisierte so genannte Rosinenbomber. Berlin ging es w\u00e4hrend seiner Umzingelung immer gut, auch das Drama des Mauerbaus konnte ihm nichts anhaben. Das ist in Gasa andererseits v\u00f6llig anders, einen Aufschrei des Westens dazu gab es jedoch nicht zu vernehmen. Wieso also L\u00e4nder wie die Schweiz oder Deutschland meinen, sie k\u00f6nnten Pal\u00e4stina, den Pal\u00e4stinensern und den arabischen und anderen Bewohnern der Nachbarstaaten Israels Lehren erteilen, bleibt schleierhaft. Deutschland hat aus seiner Geschichte keinerlei Lehren gezogen und die ansonsten beh\u00e4bige Schweiz alles schnell vergessen. Auf welch hohem Ross sitzen diese im Speck des Nachkriegswohlstands auf Kosten anderer immer noch festgefressenen westlichen Staaten?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Sp\u00e4testens seit dem Sechstagekrieg von 1967 sind die Vereinten Nationen ein Forum f\u00fcr Israelhass. Kein anderes Land wird in unz\u00e4hligen Resolutionen so h\u00e4ufig kritisiert.<\/em><\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/impressum\/benedict-neff-ld.1643245\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Benedict Neff<\/a>, Ex-Referent des Springer-Vorstandsvorsitzenden&nbsp;<a href=\"https:\/\/andel.info\/2026\/07\/20\/karp-und-wie-er-die-welt-sah\/\">Mathias D\u00f6pfner<\/a> und heutiger Leiter des Auslandsressorts der NZZ (Neue Z\u00fcrcher Zeitung) \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/fuer-israel-gelten-immer-strengere-massstaebe-dahinter-steckt-die-verquere-idee-dass-juden-opfer-bleiben-muessen-ld.10019125\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">missverstandene<\/a> Israel<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Neff zieht hier erneut den Schluss des strategischen Geisterfahrers, dem nicht nur einer, sondern alle entgegenfahren. Nicht Israel, sondern die Vereinten Nationen irren. Nicht Israel wird immer radikaler, sondern die Feinde Israels. Nicht die bislang <a href=\"https:\/\/app.powerbi.com\/view?r=eyJrIjoiODAxNTYzMDYtMjQ3YS00OTMzLTkxMWQtOTU1NWEwMzE5NTMwIiwidCI6ImY2MTBjMGI3LWJkMjQtNGIzOS04MTBiLTNkYzI4MGFmYjU5MCIsImMiOjh9\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">offiziell<\/a> 72.835 get\u00f6teten Einwohner Gasas oder 1.193 get\u00f6teten Einwohner des Westjordanlandes z\u00e4hlen, sondern die 1.195 von Hamas-K\u00e4mpfern am 7. Oktober 2023 get\u00f6teten Opfer auf israelischem Territorium, von denen <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/world-news\/2024\/06\/13\/israel-killed-dozen-own-citizens-on-october-7-un-claims\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">zumindest 14<\/a> zudem Opfer des israelischen Milit\u00e4rs waren. Nicht die Rechtsradikalen in der israelischen Regierung z\u00e4hlen, sondern das, was vermeintlich Linksextreme daraus machen \u2026<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Die Rechtsextremisten Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir stehen geradezu symbolhaft f\u00fcr das h\u00e4ssliche Gesicht des Staates. [\u2026] Wenn Linksextreme von einem rassistischen Apartheidstaat&nbsp;phantasieren, finden sie in Smotrich und Ben-Gvir ihre Erf\u00fcllungsgehilfen.<\/em><\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/impressum\/benedict-neff-ld.1643245\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Benedict Neff<\/a>, Ex-Referent des Springer-Vorstandsvorsitzenden&nbsp;<a href=\"https:\/\/andel.info\/2026\/07\/20\/karp-und-wie-er-die-welt-sah\/\">Mathias D\u00f6pfner<\/a> und heutiger Leiter des Auslandsressorts der NZZ (Neue Z\u00fcrcher Zeitung) \u00fcber die israelischen Regierungsmitglieder <a href=\"https:\/\/andel.info\/2025\/09\/12\/smotrich-der-eroberer\/\">Bezalel Smotrich<\/a> und <a href=\"https:\/\/andel.info\/2025\/12\/09\/ben-gvir-der-zerstoerer\/\">Itamar Ben-Gvir<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und so h\u00e4lt Neff es auch mit den Opfern auf pal\u00e4stinensischer Seite, die f\u00fcr ihn nat\u00fcrlich unumg\u00e4nglich sind, da er einfach unterstellt, dass Israel alles in seiner Macht stehende zur Vermeidung ziviler Opfer \u201ein einer verrohten Ecke der Welt\u201c t\u00e4te. Seine Wortwahl ist dabei einzigartig, seine Ignoranz fast unschlagbar. In der Wirklichkeit fernab der Schweiz indessen ist die Zahl der Todesopfer Gasas unter Frauen und M\u00e4dchen <a href=\"https:\/\/arabstates.unwomen.org\/en\/stories\/feature-story\/2025\/10\/facts-figures-two-years-of-war-on-gaza-the-toll-on-women-and-girls\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">beispiellos<\/a>. So sind alleine in den ersten zwei Jahren des israelischen Massenmordes in Gasa 33.000 Frauen und Kinder brutal ums Leben gekommen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Viel \u00fcberzeugender ist die Demonstration einer \u2013 soweit m\u00f6glich \u2013 disziplinierten milit\u00e4rischen Schlagkraft in einer verrohten Ecke der Welt. Israel unternimmt einen grossen Aufwand, um zivile pal\u00e4stinensische Opfer zu vermeiden. Die israelische Armee informiert die Gegenseite vor einem Angriff und zeigt der Zivilbev\u00f6lkerung Fluchtwege auf \u2013 und gef\u00e4hrdet sich damit selbst.<\/em><\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/impressum\/benedict-neff-ld.1643245\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Benedict Neff<\/a>, Ex-Referent des Springer-Vorstandsvorsitzenden&nbsp;<a href=\"https:\/\/andel.info\/2026\/07\/20\/karp-und-wie-er-die-welt-sah\/\">Mathias D\u00f6pfner<\/a> und heutiger Leiter des Auslandsressorts der NZZ (Neue Z\u00fcrcher Zeitung) \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/fuer-israel-gelten-immer-strengere-massstaebe-dahinter-steckt-die-verquere-idee-dass-juden-opfer-bleiben-muessen-ld.10019125\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">missverstandene<\/a> Israel<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Insbesondere die konservative Nomenklatura hat sich in Westeuropa eine zweite Realit\u00e4t, ein Paralleluniversum der Werte konstruiert, was jedoch in keinem Bereich einem historischen Vergleich standh\u00e4lt. Die Staatsr\u00e4son Deutschlands beinhaltet eine koloniale Komponente, die sie als plumpe Ausrede entwaffnet. Ob \u201eVon der Etsch bis an den Belt\u201c oder \u201eFrom the river to the sea\u201c ist nichts weiter als eine Frage des geostrategischen Standpunkts und nicht etwa des ethischen. Die Gef\u00e4hrdung eines staatsrechtlich nicht vorhandenen Existenzrechtes Israels ist letztlich die Gef\u00e4hrdung einer brutalen Besatzungsmacht. Das Recht der Selbstverteidigung haben dabei vor allem jene, die als Erste \u00fcberfallen wurden. Nicht die Pal\u00e4stinenser kamen ins gelobte Land und nahmen es den Juden weg, sondern umgekehrt. Und jene Juden kamen, weil die Europ\u00e4er und nicht die Pal\u00e4stinenser sie zuvor vertrieben hatten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>David Andel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Heuchelei um den vom Westen ausreichend weit entfernten Staat Israel kennt keine Grenzen. 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