{"id":22411,"date":"2026-06-25T07:04:18","date_gmt":"2026-06-25T05:04:18","guid":{"rendered":"https:\/\/andel.info\/?p=22411"},"modified":"2026-06-26T15:52:46","modified_gmt":"2026-06-26T13:52:46","slug":"parsons-trifft-poe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andel.info\/fr\/2026\/06\/25\/parsons-trifft-poe\/","title":{"rendered":"Parsons rencontre Poe"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\"><em>Es war die Bl\u00fctezeit der Konzeptalben und das heute vor f\u00fcnfzig Jahren ver\u00f6ffentlichte <\/em>Tales Of Mystery and Imagination<em> eines der besten seiner Art. Die Schauerromantik des US-Schriftstellers Edgar Allan Poe diente als erz\u00e4hlerischer Rahmen f\u00fcr dynamischen Rock und die entfesselte Wucht eines Sinfonieorchesters. In seinen Songs fasste das Album die H\u00f6hepunkte von Poes Schaffen in einer Form zusammen, die bis dahin unbekannt war.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">F\u00fcnf Jahrzehnte vergehen im Flug, das ist in dieser weitgehend sinnlosen Welt nicht weiter \u00fcberraschend. Selten gelingt es aber einem K\u00fcnstler, ein derart einzigartiges Werk zu produzieren, dass es selbst nach einem halben Jahrhundert nichts von seiner Qualit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft hat, im Gegenteil sogar. <em>Tales Of Mystery And Imagination<\/em> ist ein Album, das man als LP bis zur totalen Abnutzung h\u00f6ren kann, als CD niemals weglegen und als Rip niemals abw\u00e4hlen wird. Selbst in Zeiten autonomer Streaming-Verbl\u00f6dung kommen bei entsprechender Pr\u00e4ferenz daraus entnommene Einzeltitel immer und immer wieder vor, obgleich das Album nat\u00fcrlich als k\u00fcnstlerisches Gesamtwerk gedacht war und nur unter Schuldgef\u00fchlen oder standesgem\u00e4\u00df von ungeduldigen Spie\u00dfb\u00fcrgern in seine Einzelteile zerlegt werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Er [Edgar Allan Poe] war unglaublich belesen und verf\u00fcgte \u00fcber einen gr\u00f6\u00dferen Wortschatz als jeder andere amerikanische Schriftsteller. Er hat bei Eric [Woolfson] und mir irgendwie einen Nerv getroffen. Er hat den Horrorfilm erfunden, und ich glaube, Eric hat diese Idee aufgegriffen und gesagt: \u201eKein Film, der auf einer Geschichte von Edgar Allan Poe basiert, hat jemals Geld verloren\u201c, also haben wir uns darauf eingelassen.<\/em><\/p>\n<cite>Alan Parsons <a href=\"https:\/\/www.independent.com\/2017\/03\/16\/alan-parsons-ongoing-projects\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erkl\u00e4rung<\/a> \u00fcber den Ursprung des Albums<\/cite><\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Edgar-Allan-Poe-1849.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"731\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Edgar-Allan-Poe-1849-731x1024.jpg\" alt=\"Edgar Allan Poe im Alter von 40 in seinem letzten Lebensjahr (1849)\" class=\"wp-image-22622\" style=\"width:731px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Edgar-Allan-Poe-1849-731x1024.jpg 731w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Edgar-Allan-Poe-1849-214x300.jpg 214w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Edgar-Allan-Poe-1849-768x1076.jpg 768w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Edgar-Allan-Poe-1849-1097x1536.jpg 1097w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Edgar-Allan-Poe-1849-9x12.jpg 9w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Edgar-Allan-Poe-1849.jpg 1428w\" sizes=\"auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Edgar Allan Poe im Alter von 40 in seinem letzten Lebensjahr (1849)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das Deb\u00fctalbum des Alan Parsons Project ist ein musikalischer Streifzug durch eine h\u00fcbsche Auswahl phantastischer Geschichten von Poe. Die Verbindung zwischen den einzelnen literarischen Etappen ist musikalisch erlesen und das Ergebnis eine befremdliche Atmosph\u00e4re \u00fcberall dort, wo man es gerade h\u00f6rt. Wer das Werk erwirbt, der sollte es im Dunkeln, bei schummrigen Kerzenlicht oder zumindest geringer Beleuchtung genie\u00dfen. Wahrzunehmen ist dann ein sonst vielleicht schon viel zu vertrautes Umfeld in v\u00f6llig neuer, fast unheimlicher Form. Das geht zwar auch mit einem Kopfh\u00f6rer, aber noch viel besser \u00fcber echte Lautsprecher. Unser Kopf genie\u00dft gern seine volle Bewegungsfreiheit, kann gerade dann seiner Phantasie im ausgeblendeten Umfeld freien Lauf lassen, w\u00e4hrend die fast im dynamischen Rausch vorgetragene Musik Elemente unterstreicht, die vielleicht allesamt eingebildet sind. Aber ja, das geht auch ohne entsprechende Zusatzstoffe \u2013 vielleicht aber nicht bei jedem.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Ich war schon immer davon \u00fcberzeugt, dass musikalische Wiederholungen den Zuh\u00f6rer in ihren Bann ziehen und die Musik hypnotisch wirken lassen. Eine weitere Sache, an die ich glaube, ist die Wiederholung.<\/em><\/p>\n<cite>Alan Parsons <a href=\"https:\/\/gearspace.com\/board\/interviews\/1387584-interview-alan-parsons.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2010<\/a> \u00fcber seine Arbeitsphilosophie<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wer steckt aber hinter dem seltsamen Namen der Band dieses merkw\u00fcrdigen Konzeptalbums? The Alan Parsons Project bestand keineswegs nur aus dem Namensgeber und ein paar gerade greifbaren, nach Bedarf zusammengew\u00fcrfelten, Studiomusikern \u2013 die andere treibende Kraft neben Parsons war der Ende 2009 viel zu fr\u00fch verstorbene <a href=\"https:\/\/www.ericwoolfsonmusic.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Eric Woolfson<\/a>. Parsons und Woolfson begegneten sich im Sommer 1974 in der Kantine der Abbey Road Studios und verstanden sich von Anfang an pr\u00e4chtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Alan Parsons hatte eine klassische Ausbildung an Klavier und Fl\u00f6te absolviert, war Toningenieur und wirkte unter anderem bei den Beatles-Alben \u201eAbbey Road\u201c (1969) und \u201eLet It Be\u201c (1970) sowie Pink Floyds unvergesslichem Statement \u201eThe Dark Side of the Moon\u201c (1973) mit. Eric Woolfson, ein Songwriter und Komponist, arbeitete als Pianist auf Abruf und komponierte nebenbei Material f\u00fcr ein Konzeptalbum rund um Edgar Allan Poe. Eben dies wurde dann beider Erstlingswerk.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Name Alan Parsons Project ist ein Produkt des Zufalls, denn Parsons und Woolfson wollten ihr erstes Album eigentlich unter dem Etikett verschiedener K\u00fcnstler vermarkten, was in der kommerziellen Welt jedoch au\u00dfer Frage stand. Und da im Arbeitsumfeld stets vom \u201eProjekt\u201c Alan Parsons die Rede war, wurde das der Name jener nicht wirklich vorhandenen Band. So entstand aus der Identit\u00e4t eines Vorhabens die Identit\u00e4t einer Vermarktung. Fragt man Parsons, der auf seinen Alben weder jemals gesungen noch musiziert hat, konkret nach seiner Rolle im Projekt, erh\u00e4lt man folgende Antwort:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Das ist f\u00fcr mich eines der gro\u00dfen R\u00e4tsel meiner Karriere. Ich verstehe nicht, was ich meinen Platten mitgebe, dass sie so nach mir klingen. Ich kann buchst\u00e4blich f\u00fcnf oder sechs Songs durchgehen, ohne auch nur eine einzige Note selbst zu spielen, und mich zun\u00e4chst einfach auf eine regie\u00e4hnliche Rolle im Hintergrund beschr\u00e4nken. Aber die Leute kommen trotzdem zu mir und sagen: \u201eDas bist unverkennbar du.\u201c F\u00fcr mich ist das wohl eines der gro\u00dfen R\u00e4tsel des Lebens. Ich wei\u00df nicht, was es ist, das ich da einbringe. Das m\u00fcssen andere entscheiden, nicht ich.<\/em><\/p>\n<cite>Alan Parsons \u00fcber seine <a href=\"https:\/\/www.inthestudio.net\/online-only-interviews\/alan-parsons-project-tales-mystery-and-imagination\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">kreative T\u00e4tigkeit<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wie immer gilt: Konsum macht das Leben unn\u00f6tig schwer. Aus der Vielzahl der heute erh\u00e4ltlichen Varianten des Albums sollte unver\u00e4ndert die Erstver\u00f6ffentlichung auf dem bevorzugten Medium gew\u00e4hlt werden. Die 1987 erfolgte \u00dcberarbeitung mit zus\u00e4tzlichen Keyboard- und Gitarrenpassagen, einer Einleitung von Orson Welles und starken Halleffekten tr\u00e4gt wenig zur Qualit\u00e4t der Originalaufnahme bei und st\u00f6rt sogar eher, was aber jeder f\u00fcr sich entscheiden kann. Zwar ist es sch\u00f6n, dass in der ersten CD-Fassung die beiden urspr\u00fcnglich getrennten LP-Seiten vereint wurden, der Rest war aber Effekthascherei. Das Vorhaben mit der Stimme des Gro\u00dfmeisters der Leinwand bestand allerdings von Anfang an. Nur sind sich Welles, Parsons und Woolfson nie pers\u00f6nlich begegnet und das Studio erhielt die Tonbandaufnahme mit Welles\u2019 Einleitung erst kurz nach der Produktion. Der Meister war wohl indisponiert.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Eric [Woolfson] hat neunzig Prozent der Songs des Alan Parsons Project selbst geschrieben und hundert Prozent der Texte, aber wir haben bei der Komposition gelegentlich zusammengearbeitet \u2013 \u201eBreakdown\u201c, \u201eCan\u2019t Take It With You\u201c und \u201eDays Are Numbers\u201c sind definitiv echte Gemeinschaftswerke. Umgekehrt habe ich neunzig Prozent der Instrumentalst\u00fccke ganz allein geschrieben.<\/em><\/p>\n<cite>Alan Parsons <a href=\"https:\/\/gearspace.com\/board\/interviews\/1387584-interview-alan-parsons.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2010<\/a> \u00fcber die Arbeitsaufteilung mit Eric Woolfson<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>The Dark Side Of The Moon<\/em> und <em>Tales Of Mystery And Imagination<\/em> scheinen durch das Bindeglied Alan Parsons irgendwie miteinander verwandt, ein Eindruck, der sich im Folgealbum <em>I, Robot<\/em> des Alan Parsons Project nochmals verst\u00e4rkt. Pink Floyd war zwar eine Band und das Alan Parsons Project eine Arbeitsgemeinschaft, die von zwei Projektleitern betrieben wurde, letztlich aber heuern auch gestandene Bands zuweilen externe Musiker oder eben Toningenieure an, was dann besagten Effekt hat. Alles in allem wirkt die Arbeit von Parsons und Woolfson manchmal wie ein Ableger der Projekte Pink Floyds. Mag sein, dass das gewissen pharmazeutischen Einfl\u00fcssen unterlag, wahrscheinlicher allerdings ist derlei Musik einfach ein Kind ihrer Zeit. Und unsere Zeit ist nunmal \u2026 wie sie ist.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>LSD ist, soweit ich wei\u00df, keine angesagte Droge mehr, daher ist \u201ehalluzinogen\u201c heute wohl der passendere Begriff. Ich glaube nicht, dass das irgendwie auf mich zutrifft.<\/em><\/p>\n<cite>Alan Parsons direkte Antwort auf eine <a href=\"https:\/\/www.independent.com\/2017\/03\/16\/alan-parsons-ongoing-projects\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">nicht ganz so direkte Frage<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Tales-Of-Mystery-And-Imagination-1976.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"738\" src=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Tales-Of-Mystery-And-Imagination-1976-1024x738.jpg\" alt=\"Im Prinzip lohnt sich nur die Originalversion von Tales Of Mystery And Imagination (1976)\" class=\"wp-image-22671\" srcset=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Tales-Of-Mystery-And-Imagination-1976-1024x738.jpg 1024w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Tales-Of-Mystery-And-Imagination-1976-300x216.jpg 300w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Tales-Of-Mystery-And-Imagination-1976-768x554.jpg 768w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Tales-Of-Mystery-And-Imagination-1976-18x12.jpg 18w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Tales-Of-Mystery-And-Imagination-1976.jpg 1236w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Prinzip lohnt sich nur die Originalversion von <em>Tales Of Mystery And Imagination<\/em> (1976)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Parsons und Woolfson erg\u00e4nzten sich pr\u00e4chtig und hatten gen\u00fcgend Kontakte zu den besten Musikern ihrer Zeit, um gleich mit ihrem ersten Album einen beeindruckenden Erfolg zu erzielen. Neben den beiden kreativen K\u00f6pfen waren dies bei <em>Tales Of Mystery And Imagination<\/em> die S\u00e4nger&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arthur_Brown_(Musiker)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arthur Brown<\/a>&nbsp;(Titel <em>The Tell Tale Heart<\/em>),&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Miles_(Musiker)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">John Miles<\/a>&nbsp;(Titel <em>The Cask of Amontillado<\/em> und <em>(The System of) Dr. Tarr and Professor Fether<\/em>) sowie&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Terry_Sylvester\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Terry Sylvester<\/a>&nbsp;(Titel <em>To One in Paradise<\/em>). Hinzu kamen Darbietungen von s\u00e4mtlichen Mitgliedern der US-Band <em><a href=\"https:\/\/www.ambrosialive.net\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ambrosia<\/a><\/em> (bekannt vor allem f\u00fcr <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pLsOdYFTtYk\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Holdin\u2019 On to Yesterday<\/a><\/em>) sowie den Schotten von <em><a href=\"https:\/\/pilotmagicmusic.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pilot<\/a><\/em> (bekannt vor allem f\u00fcr <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YnQZ5AHUk2U\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">January<\/a><\/em>), deren jeweilige Erstlingswerke Parsons ebenfalls produziert hatte. Auch der Keyboarder&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Francis_Monkman\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Francis Monkman<\/a>&nbsp;(sp\u00e4ter <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sky_(Band)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sky<\/a>) war mit von der Partie.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Arthur Brown war eine unglaubliche Pers\u00f6nlichkeit. Ihr kennt ihn aus \u201eThe Crazy World Of Arthur Brown\u201c (falls ihr alt genug seid!). Er war unglaublich professionell und aufgeschlossen gegen\u00fcber dem Song \u201eThe Tell-Tale Heart\u201c auf \u201eTales Of Mystery And Imagination\u201c, w\u00e4hrend er ihn einstudierte, und wir hatten Sorge, dass er ihn zu \u201en\u00fcchtern\u201c singen w\u00fcrde. Doch in dem Moment, als er das Studio betrat und vor dem Mikrofon stand, schien er fast wie von Sinnen zu sein und fing an, mit den Armen und seinem ganzen K\u00f6rper herumzufuchteln und zu br\u00fcllen und zu schreien, wie man es auf der Platte h\u00f6ren kann. Ein gro\u00dfartiger Moment.<\/em><\/p>\n<cite>Alan Parsons 2010 \u00fcber die Arbeit an \u201eThe Tell-Tale Heart\u201c auf \u201eTales Of Mystery And Imagination\u201c<\/cite><\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Technics-SL-1710.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"793\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Technics-SL-1710-793x1024.jpg\" alt=\"Plattenspieler jugendlicher Tr\u00e4ume: Prospekt des Technics SL-1710, hergestellt von 1976-1978\" class=\"wp-image-22462\" srcset=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Technics-SL-1710-793x1024.jpg 793w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Technics-SL-1710-232x300.jpg 232w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Technics-SL-1710-768x992.jpg 768w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Technics-SL-1710-1189x1536.jpg 1189w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Technics-SL-1710-9x12.jpg 9w, https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Technics-SL-1710.jpg 1548w\" sizes=\"auto, (max-width: 793px) 100vw, 793px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Plattenspieler jugendlicher Tr\u00e4ume: der Technics SL-1710, hergestellt von 1976-1978<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>F\u00fcr den Verfasser dieser Zeilen war <em>Tales Of Mystery And Imagination<\/em> ein wesentlicher Rettungsanker w\u00e4hrend des furchterregenden Sturms der Pubert\u00e4t. Das Album war ein unersetzlicher Ort der Zuflucht inmitten des hormonalen Unwetters, das weder zu ertragen noch zu verstehen war. Sobald sich die Scheibe aber auf dem einladenden Teller des unverw\u00fcstlichen <a href=\"https:\/\/www.hifi-wiki.de\/index.php\/Technics_SL-1710\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Technics SL-1710<\/a> drehte, wurde es bis auf leichte Schauergef\u00fchle auf geheimnisvolle Weise wieder angenehm. Ja, so ganz im Dunkeln und mit solch mitrei\u00dfender Musik war das Leben auszuhalten, da ergaben sich M\u00f6glichkeiten, da kamen neue, unbekannte Gedanken. Das Album \u00fcberstand s\u00e4mtliche Umz\u00fcge und andere Katastrophen \u2013 es war einfach immer und \u00fcberall mit dabei und f\u00fcr einen da. Das ging wohl vielen so. Allein in den deutschen Charts verblieb das musikalische Gruselgem\u00e4lde wenig verwunderlich ab dem 15. April 1977 ganze 189 Wochen lang.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Als festangestellter Toningenieur bei Abbey Road erhielt ich f\u00fcr die Aufnahmen zu \u201e<em>The Dark Side Of The Moon<\/em>\u201c die f\u00fcrstliche Summe von 35 Pfund pro Woche. Keine Tantiemen. Ich bat um Anteile am n\u00e4chsten Album, das wurde jedoch abgelehnt, und das ist einer der Gr\u00fcnde, warum wir nicht mehr zusammengearbeitet haben. Bin ich verbittert? Nein \u2013 es hat mir den Weg f\u00fcr meine gesamte Zukunft geebnet.<\/em><\/p>\n<cite>Alan Parsons <a href=\"https:\/\/gearspace.com\/board\/interviews\/1387584-interview-alan-parsons.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2010<\/a> \u00fcber die Arbeit an Pink Floyds \u201eThe Dark Side Of The Moon\u201c<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video aligncenter\"><video controls poster=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-System-Of-Doctor-Tarr-And-Professor-Fether-live-scaled.jpg\" src=\"https:\/\/andel.info\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-System-Of-Doctor-Tarr-And-Professor-Fether-live.mp4\" playsinline><\/video><figcaption class=\"wp-element-caption\">(The System Of) Doctor Tarr And Professor Fether (live in Br\u00fcssel am 2. Mai 2019)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Obgleich er aufgrund <a href=\"https:\/\/www.josephdickerson.com\/blog\/2024\/07\/02\/meeting-your-heroes-alan-parsons\/\">seiner Gr\u00f6\u00dfe<\/a> unter <a href=\"https:\/\/ultimateclassicrock.com\/alan-parsons-spinal-surgery\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">schweren R\u00fcckenschmerzen<\/a> leidet, tingelt der 77-j\u00e4hrige Parsons mit seinem <em><a href=\"https:\/\/alanparsons.com\/pages\/tour\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Alan Parsons Live Project<\/a><\/em> immer noch durch die Konzerts\u00e4le der Welt. Und seine Auftritte lohnen sich, k\u00f6nnte man doch fast meinen, es w\u00e4ren die Originalmusiker der jeweiligen Erstaufnahmen. Dem ist nat\u00fcrlich nicht so, aber eine der F\u00e4higkeiten eines talentierten Produzenten wie Parsons ist es halt, die Musik auch live genau so klingen lassen zu k\u00f6nnen, wie er sich das vorstellt. Der h\u00fcnenhafte Musiker steht auf der B\u00fchne \u00fcbrigens im Hintergrund standesgem\u00e4\u00df auf einem Podest (siehe Video). Von solchen Gigs mal abgesehen erteilt er Nachwuchstalenten noch <a href=\"https:\/\/www.artandscienceofsound.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lektionen<\/a> oder stellt die Dienste <a href=\"https:\/\/parsonics.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">seines Studios<\/a> auch anderen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Ich bin mir des Alterungsprozesses im Zusammenhang mit dem H\u00f6rverlust sehr bewusst. Es ist interessant, wie wir damit umgehen und ihn kompensieren. In meiner Jugend konnte ich einen 19-kHz-Ton noch deutlich h\u00f6ren, heute nehme ich gerade noch 12 kHz wahr. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich in meinen fr\u00fchen Jahren das H\u00f6ren trainiert habe. Ich wurde gebeten, einen Pegelunterschied von 2 dB in einem Musikst\u00fcck zu erkennen, wobei die beiden Beispiele im Abstand von zehn Minuten abgespielt wurden und ich nicht wusste, ob der Pegel gestiegen, gesunken oder gleich geblieben war.<\/em><\/p>\n<cite>Alan Parsons <a href=\"https:\/\/gearspace.com\/board\/interviews\/1387584-interview-alan-parsons.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2010<\/a> \u00fcber sein H\u00f6rverm\u00f6gen<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es ist tragisch, dass der Zahn der Zeit auch Talent einschr\u00e4nkt, was im Ergebnis dann zu der Frage f\u00fchren muss, was das aus jenen macht, die nie welches hatten? Parsons und Woolfson hatten ganz sicher welches und dabei auch noch zahlreiche andere verst\u00e4rkt. Zum Gl\u00fcck wurde das, was beide vollbrachten, rechtzeitig festgehalten, zum Gl\u00fcck k\u00f6nnen wir uns jene perfekten Momente immer noch anh\u00f6ren \u2013 zur Not mit dem Alter auch immer lauter.<\/p>\n\n\n\n<p><em>David Andel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war die Bl\u00fctezeit der Konzeptalben und das heute vor f\u00fcnfzig Jahren ver\u00f6ffentlichte Tales Of Mystery and Imagination eines der besten seiner Art. Die Schauerromantik des US-Schriftstellers Edgar Allan Poe<\/p>","protected":false},"author":2,"featured_media":22670,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[479,32],"tags":[1352,1355,1354,1353,1363,1361,813,1362],"class_list":["post-22411","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-feuilleton","category-musik","tag-alan-parsons","tag-arthur-brown","tag-edgar-allan-poe","tag-eric-woolfson","tag-francis-monkman","tag-john-miles","tag-orson-welles","tag-terry-sylvester"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22411","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22411"}],"version-history":[{"count":167,"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22411\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22796,"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22411\/revisions\/22796"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22670"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22411"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/andel.info\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}