Pressefeind Werbemuffel

Der Skandal ist hausgemacht – wenn inhaltsarme Medien kaum mehr etwas verkaufen, dann ist immer die Zielgruppe schuldig, niemals aber die konsequent abwesende Qualität leidenschafts- und kenntnislos verfasster Beiträge. Als ob die Flut von Firmen-PR, Verlautbarungen von Interessengruppen und die ewig gleichen Statements aus der Politik nicht schon anstrengend genug wäre, soll der geneigte Datenwanderer auch noch hüpfende, lärmende und über Länder hinweg verfolgende Brachialgrafiken mit Jahrmarktscharme über sich ergehen lassen, nur damit die werbetreibende Industrie sich auch weiterhin der Illusion hingeben kann, es interessierte sich noch jemand für deren Ergüsse und Verlage infolgedessen davon finanziell profitieren können, da ihnen sonst so offenkundig jede andere Daseinsberechtigung fehlt.


Bild: Bildschirmfoto

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Nicht AT&T, sondern Apple

Bei manchen Frauen ist Tom Selleck neben Omar Sharif ein recht beliebter Schnurrbart. Manche Männer denken beim Namen Selleck eher an einen knallroten Ferrari sowie Higgins den Spaßverderber. Kaum jemand in Europa käme aber auf den Gedanken, Tom Selleck mit irgendwelchen technologischen Zukunftsvisionen in Zusammenhang zu bringen – das alleine bleibt Privileg derer, die in den zweifelhaften Genuss US-amerikanischen Werbefernsehens kommen.

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Dick und Doof

Ein echter Fan von Laurel und Hardy würde die beiden enormen Talente natürlich niemals als „Dick und Doof“ bezeichnen – das ist allein eine deutsche Erfindung aus den Dreißigern, die erst Theo Lingen vierzig Jahre später zu reparieren suchte. Der 1890 im englischen Ulverston geborene und 1965 im kalifornischen Santa Monica verstorbene Stan Laurel war der kreative Ideengeber des komischen Duos, wohingegen der 1892 in Harlem, Georgia geborene und 1957 in Hollywood, Kalifornien verstorbene Oliver Hardy eher Schauspieler und – einer ausgezeichneten Stimme sei dank – außerdem Sänger war. Die Komik von Stan und Ollie beruhte vor allem auf der simplen Idee, dass der eine – dünne – Partner eine meist einfältige Rolle spielte, am Ende aber doch immer klüger erschien, während der andere – dicke – Partner grundsätzlich alles besser wusste, im Endeffekt jedoch fast generell den kürzeren zog, was dann oft mit dem Zitatklassiker „Another nice mess you got me into!“ (Da hast Du mir wieder eine schöne Suppe eingebrockt!) endete …

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