Ist Apple allmächtig?

Als der Journalist Philippe Desalle in der belgischen Tageszeitung „Le Soir“ ganz einfach Schritt für Schritt beschrieb, wie völlig unzutreffend die zeitlichen Vorhersagen von Mac OS X 10.5 Leopard bei der Installation sind und sich fast fortlaufend auch noch ändern, war das für sich genommen ein sehr berechtigter Artikel. Schon seit vielen Jahren schließlich ist es völliger Quatsch, was einem Mac OS X da für einen Bären aufbindet. Erst soll es ewig lang dauern, dann plötzlich nur noch ganz kurz, was letzten Endes aber alles doch nicht zutrifft. Man stelle sich nur einmal vor, dass unsere allgegenwärtigen Zeitmesser diese Form der willkürlichen Schätzung einsetzten. Niemand käme mehr vor Mitternacht ins Büro und die Mittagspause dauerte manchmal nur eine Sekunde lang. Warum Apple überhaupt an dieser Marotte festhält, wenn es doch nie stimmt, weiß keiner so genau. Die Zeitangaben sind so lachhaft, dass genauso gut angezeigt werden könnte, dass es jetzt gleich oder irgendwann später soweit ist.

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It’s not a feature, it’s a bug

Systemeinstellungen > Benutzer > Startobjekte – so erleichtert man sich das Leben, theoretisch zumindest. Was in dieser Liste steht, startet automatisch, nur die Option „Ausblenden“, die tut mehr oder weniger gar nichts. Nehmen wir zum Beispiel Apples Anwendung Mail. Wird diese mit dem Anmelden automatisch gestartet, tritt sie immer schön prominent in den Vordergrund, egal, ob das Häkchen nun gesetzt ist oder nicht, ausgeblendet wird nicht. So geht dies mit vielen anderen Anwendungen auch respektive auch nicht. Im Prinzip geht die Funktion mit dem automatischen Ausblenden nie, sie ist offenkundig nur zu Dekorationszwecken vorhanden – und das, ja tatsächlich, traurig aber wahr, seit über zehn Jahren. Damals, zu Omis und Opis Zeiten unter NEXTSTEP – oder war’s OPENSTEP/Mach? Naja, wer weiß das schon noch …

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Das Teuerfon

Was Mitte 2009 passiert, weiß normalerweise kein Mensch von Verstand, dennoch aber ist eines absehbar, ein Überangebot vertraglich gebundener iPhones bei eBay …

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Cold Welsh Rarebit

Es gibt ausgesprochen viele Errungenschaften, die theoretisch sehr angenehm, praktisch aber alles mögliche zwischen alltagsuntauglich bis zerstörerisch sind. So kommt dem modernen Zeitgenossen sofort in den Sinn, dass die Erfindung des Flugzeugs theoretisch ausgesprochen vorteilsbringend schien, praktisch jedoch aufgrund immer exzessiverer Sicherheitskontrollen, Flughafennebenkosten sowie einer beträchtlichen Umweltbelastung allmählich dem Reich Absurdistan zuzuordnen ist.

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Tabs reloaded

Als es in dieser Rubrik vor genau vier Jahren um die zahlreichen Anglizismen in der deutschen Sprache ging, war längst absehbar, dass sich die Situation eher verschlechtern als verbessern würde. Schon damals wurden Titel aktueller US-Kinoreißer nicht einmal mehr übersetzt, was einem zwar Filmtitel wie „Im Sauseschritt ins Dünenbett“ anstelle von „Spring Break“ ersparen konnte, andererseits aber den Eindruck hinterlässt, als wären unsere Mittel zur Kommunikation armselig und einfallslos, wohingegen die USA nun in die Rolle des Landes der Dichter und Denker geschlüpft sind.

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Eins, zwei, drei

Laut dem Duden- Synonymwörterbuch ist ein „Anbieter“ ganz einfach ein Unternehmer. Und die Wortalternativen für den Unternehmer reichen vom „Industriellen“ über blumige Bezeichnungen wie dem „Schlotbaron“ bis zur in unseren Gefilden eher aussterbenden und zunehmend nach China verlagerten Gattung des „Fabrikdirektors“. Ist in einer Fachzeitschrift von einem Anbieter die Rede, so kann das natürlich auch der Anbieter einer Dienstleistung sein, was mit dem Fabrikdirektor selbstredend eher wenig zu tun hat. Auch würde man Steve Jobs trotz der industriellen Fertigung vieler seiner Produkte nicht zwangsläufig als Schlotbaron bezeichnen – er ist zudem Nichtraucher.


Bild: Bildschirmfoto

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Dick und Doof

Ein echter Fan von Laurel und Hardy würde die beiden enormen Talente natürlich niemals als „Dick und Doof“ bezeichnen – das ist allein eine deutsche Erfindung aus den Dreißigern, die erst Theo Lingen vierzig Jahre später zu reparieren suchte. Der 1890 im englischen Ulverston geborene und 1965 im kalifornischen Santa Monica verstorbene Stan Laurel war der kreative Ideengeber des komischen Duos, wohingegen der 1892 in Harlem, Georgia geborene und 1957 in Hollywood, Kalifornien verstorbene Oliver Hardy eher Schauspieler und – einer ausgezeichneten Stimme sei dank – außerdem Sänger war. Die Komik von Stan und Ollie beruhte vor allem auf der simplen Idee, dass der eine – dünne – Partner eine meist einfältige Rolle spielte, am Ende aber doch immer klüger erschien, während der andere – dicke – Partner grundsätzlich alles besser wusste, im Endeffekt jedoch fast generell den kürzeren zog, was dann oft mit dem Zitatklassiker „Another nice mess you got me into!“ (Da hast Du mir wieder eine schöne Suppe eingebrockt!) endete …

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Wer viel reist, den bestraft der Mac

Notebooks sind echt tolle Geräte, denn durch sie wird der fast vollwertige Computer mobil, kann Arbeit mit ins Freie und auf Reisen in die ganze Welt genommen werden.

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There’s a long way to multimedia

Seit dem 12. Oktober 2005 und einem passendem Mac mit Infrarotempfänger können wir in den Genuss einer Vorversion von Apples Multimedia-Vision kommen. So hat man die Wahl, beispielsweise einen Mac mini an ein x-beliebiges TV-Gerät oder einen Projektor anzubinden, respektive gleich den Monitor des Mac zu nutzen, hier wären die 30" des Cinema Display momentan die Obergrenze.

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Wissen Politiker, wovon sie reden?

„Das Internet ist eine Welt, in der jede Sauerei stattfindet“, meinte Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, während einer Tagung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin. Auch in Familien, Unternehmen, Behörden, Armeen, religiösen Gemeinschaften oder gerade in Parteien kann so ziemlich jede „Sauerei“ stattfinden, nur eben nicht laufend und auch nicht ausschließlich. Beim Internet jedoch wird dies seit Jahren frech vorausgesetzt. Und während niemand auf die Idee käme, pauschal wie permanent Bundeswehr und Polizei, CDU und SPD, Siemens und Volkswagen, die evangelische und katholische Kirche oder sämtliche Familien zu überwachen, weil es innerhalb dieser Institutionen schon beträchtliche „Sauereien“ gab, so wird dies beim Internet beharrlich verlangt, weil es einfach vorstellbar ist, praktisch aber Unfug bleibt und auch darüber hinaus die Grundrechte sämtlicher Nutzer missachtet. Flugs soll im Allmachtsrausch beim Kampf gegen alles Böse ein Kommunikationsnetz zum Überwachungsapparat gegen Terrordiebesschänder aller Art werden.

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Halb so gut, doppelt so teuer

Wer gute Ohren hat, der weiß, dass es zwischen einem Musikstück im Lossless-Format und einer verlustbehaftet komprimierten Variante aus dem iTunes Store einen qualitativ feststellbaren Unterschied gibt. Das hat nichts mit Esoterik zu tun, die Distanz zur unverfälschten Originalaufnahme ist einfach da, sie mag manch einem Musikfreund größer oder womöglich auch lächerlich klein erscheinen, es ist jedoch nicht mehr das, was auf der CD zu hören war. MP3 & Co. sind im Bereich der Tonkonserve im Verhältnis zur CD in etwa das, was die Fannings im Beuteltee zum hochwertigen losen Produkt darstellen. Natürlich schwindet der Unterschied zum Original ab einer Kodierung oberhalb 160 kBit/s, natürlich lässt sich vieles mit der Qualität des Kodierers wettmachen, dennoch ist die Wandlung in ein solches Format kein zweites Original mehr, es findet eine Wertminderung statt.

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Das iPod-Mac-Newton-Telefon

So klein es ist, so groß die Nachwirkung. Kaum war die Katze aus dem Sack, gerieten die Apple-Fans auch schon in Ekstase. Erst jetzt, Wochen nach der Vorstellung, macht sich eine gewisse Ernüchterung breit. Wieso fehlt UMTS, wieso ist der Akku nicht zugänglich, was ist mit den Fingerabdrücken am Display? Ganz egal aber, der iPod-Effekt wird alles beiseite wischen, auch der iPod war ein nicht ganz ausgereiftes Gerät, verkauft hat er sich dennoch unzählige Male.

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