Gibt es ein Apple nach Steve Jobs?

Das Apple-Ereignis des Jahres 2004 war nicht der iMac G5, der iPod photo, AirPort Express oder GarageBand. Es waren auch nicht die zahlreichen verheißungsvollen Aussichten auf Tiger. Nein, aus der Sicht eines notorischen Pessimisten war es die Erkrankung des Steve Jobs. Schmerzvoll wurde einem bewusst, dass der Apple-Mitbegründer und nach seinem NeXT-Exil in den heimatlichen Hafen Cupertino zurückgekehrte messianische Erretter unseres Lieblingsunternehmens nämlich nur ein Mensch ist. Ein Mensch zwar, der ausgerechnet eine der seltensten harmlosen Varianten einer der schlimmsten und sonst garantiert tödlichen Erkrankungen hatte, dennoch aber war es ein Besuch vom Todesboten namens Krebs, der unüberhörbar bei Jobs im Juli an die Tür klopfte.

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Wer zu früh kommt, den bestraft die Presse

Am 7. November überraschte uns der viel gelesene Online-Nachrichtendienst eines großen IT-Verlages mit der Meldung „Wissenschaftler nutzt Handy als Fernbedienung“, seltsamerweise nachdem die exakt gleiche Informationsquelle uns schon am 26. Juni darauf verwiesen hatte, dass eine Anwendung namens Salling Clicker dies längst vollbracht hat, allerdings war das im Jahr 2003. Da stellt sich dann unweigerlich die Frage, was die Schlagzeile mit dem eher wenig findigen Wissenschaftler überhaupt noch soll.


Bild: Tobias Lidskog

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Mind The Gap!

Was sagen einem die Zahlen 1999 und 3088? Wahrscheinlich nichts eindeutiges, doch beschreiben diese beiden Euro-„Widerstände“ die Lücke zwischen dem größten iMac G5 und dem kleinsten Power Mac G5 (jeweils mit 1,8 GHz, 20-Zoll-Display und Grundausstattung). An sich sind die stolzen 1089 Euro Differenz nicht sonderlich überraschend, schließlich ist das eine Gerät ein Einzelprozessor-„Alles-In- Einem“-System, wohingegen das andere Gerät über eine ungleich höhere Erweiterbarkeit verfügt. Gewiss ist auch der Materialaufwand allein beim eloxierten Aluminium-Gehäuse des Power Mac G5 ein höherer.

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Paralleluniversum

Für viele ist dieser Ort längst zur Ersatzfamilie geworden, zum virtuellen Freundeskreis, zur kleinen Kneipe am Ende der Straße. Gleichzeitig besteht Ähnlichkeit zum Speaker’s Corner im Hyde Park, zum Bundestag oder auch zum Schwarzmarkt. Die Rede ist vom Nachfolger des Usenet, den so genannten Foren. Obgleich das Usenet dazu prädestiniert ist, hat sich der Siegeszug des WWW auch beim Labern ums Prinzip, Gott und die Welt und all die anderen Dinge fortgesetzt. So präsentiert sich heute eine Vielzahl von Treffs zu allen möglichen Oberbegriffen, die meisten davon für die Besucher kostenlos.

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We don't talk about future products

Der Satz, der in der Nacht vom 1. auf den 2. Juli in den weltweiten Apple Stores auftauchte, kündigte entweder eine Revolution oder einen gewaltigen Logistik-Patzer an: „Apple has stopped taking orders for the current iMac as we begin the transition from the current iMac line to an all-new iMac line which will be announced and available in September.“ – was schlimmstenfalls heißen könnte, wie „zur WWDC hatten wir noch nichts vorzuweisen, unser Lager an alten Geräten ist aber leer.“

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Black Is Beautiful

Obgleich der Codename von Mac OS X 10.3 „Panther“ lautet und insbesondere schwarze Panther gefährlich schöne Leoparden sind, verweigert sich Cupertino bei der Gestaltung seiner Hardware dieser farblichen Variante. Nach fünf Jahren Apple-Design unter der Federführung Jonathan Ives ist eines sicher – er mag absolut kein Schwarz oder aber er verbirgt seine Zuneigung meisterhaft. Als im Frühjahr 2000 das letzte PowerBook in annähernd schwarzem Gehäuse das Licht der Welt erblickte, sollte es das letzte seiner Art werden, regelrecht als Gattung aussterben. G3-Power-Macs waren damals blau, deren G4-Nachfolger wurden anthrazit und bei gleich bleibendem Formfaktor von Generation zu Generation nur mehr heller und glänzender. Und wer erinnert sich nicht an „Bondi“ (Blau), „Blueberry“ (Aquamarin), „Strawberry“ (Rosarot), „Tangerine“ (Orange-Rot), „Lime“ (Hellgrün), „Grape“ (Purpur), „Graphite“ (Grau) oder „Snow“ (Weiß), was in psychedelischen Explosionen namens „Blue Dalmation“ und „Flower Power“ gipfelte und endete, woraufhin so mancher schon am Verstand Steve Jobs zweifelte. Schwarz jedoch fehlt in meisterhafter Konsequenz und folgt selbst nach fünf Jahren nicht nach. Die Farbenvielfalt insgesamt ist längst Geschichte, heute ist jedes PowerBook metallisch-hell, jeder Power Mac transparent-hell und iBooks, iMacs sowie iPods weiß – allmählich wird das klinisch langweilig.


Bild: Apple

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Freud und Leid des Heimarbeiters

Was früher Privileg vor allem kreativ Schaffender war, hat sich schleichend zu einem Standard gemausert – die bezahlte Arbeit von zuhause aus. Freiheitsliebende Menschen, die jemals als Angestellte versklavt waren, wissen ein Klagelied von den Tücken des Lebens auf der Galeere zu singen. Es ist meist unumgänglich, in einem einigermaßen gepflegten Zustand erscheinen zu müssen, ausgeschlafen und gut gelaunt außerdem. Nicht selten sind längere Fahrtzeiten zum Erreichen des Arbeitsplatzes in Kauf zu nehmen, natürlich unbezahlt. Ganz besonders im Winter kann dies zum Terror der Stechuhr ausarten, ewige Staus oder überfüllte öffentliche Verkehrsmittel mal außen vor gelassen. Dann gibt es da den steten sozialen Krieg mit konkurrierenden wie böswilligen Kollegen. Und als ob das nicht reichte, reduziert sich die kostbare Freizeit gerade mal auf den späten Abend und die Wochenenden sowie den Bruchteil eines Jahres in Form von Urlaub, der jedoch nicht zwangsläufig erholsam sein muss.

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Wo bleiben die Ideen?

Fernsehen ist eine feine Sache. Ohne die heimischen vier Wände verlassen zu müssen, können wir uns ein Bild der Welt machen, uns unterhalten und verärgern, verzaubern oder gar in Trauer versetzen lassen. Alle deutschsprachigen digitalen Angebote zusammengezählt, eifern mittlerweile an die hundert Kanäle um unsere Gunst, ein Großteil davon zwangsweise gegen Geld. Aber was hat sich in den letzten Jahren noch inhaltlich wie technologisch auf diesem Gebiet getan? Gab es Innovationen, Provokationen oder Experimente von Belang? Nein, das Medium fährt schon konzeptionell Slalom zwischen mehr Dummheit, mehr Geldgier, mehr Unverstand oder mehr Überheblichkeit und schleppt sich infolgedessen auch technisch nur um Nuancen in die Zukunft. Wo bleibt die zündende Idee?

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Musik in der Luft?

Seit Monaten hört man von Apple kaum mehr etwas anderes als Musik. Musik in Form von CDs oder MP3s in iTunes, Musik als Ware aus dem iTunes Music Store, musikalische Missklänge als Klage von Apple Records gegen den iTunes Music Store, Musik auf der Festplatte des iPod oder iPod mini sowie mit Hilfe von Soundtrack selbst komponierte oder GarageBand selbst musizierte Musik. Zwar finden noch diese und jene Produkte neben Apples überdimensional erscheinendem Schwerpunkt statt, doch Musik dominiert nicht nur die WWW-Seiten Cupertinos, sondern auch die Pressemeldungen um Apple herum und sogar jene konkurrierender Unternehmen. Anfangs waren es „nur“ iTunes und der iPod, die von der Apple-Gemeinde auch hochwillkommen geheißen wurden, schließlich suchte diese schon länger nach einer Option zur stationären wie mobilen Unterbringung des zuvor wie auch immer erworbenen Musikarsenals. Jetzt jedoch nimmt das Thema allmählich etwas überhand.

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Weggefallener Würfel

Ließen sich auch Macintosh-Traumkonfigurationen im Apple Store bestellen, so wäre dies für viele eine Neufassung des Cube. Kaum ein „Oldtimer“ Apples wirkt immer noch so jung, ist derart begehrt, findet eine solch hohe Zahl von Bietern bei Online-Auktionen und eignet sich mehr denn je für die heute so populäre Integration in multimediale Wohnräume.


Bild: Apple

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