Ich weiß auch nicht, warum das bei Dir nicht funktioniert

Es hat etwas von einem Fluch. Sobald der – viel zu seltene – Fall einer Häufung von erholsamen arbeitsfreien Tagen eintritt, richten sich diese gegen einen. Dinge, die schon längst nicht mehr beachtet wurden, hören exakt dann auf zu funktionieren, wenn große Teile Europas in den Schlaf gefallen sind – in der Weihnachtszeit. Schlimmer noch, auch Geschenke, die genau ab dem Weihnachtsabend hätten funktionieren sollen, verweigern trotzig ihre Kooperation. Was dann passiert, ist fatal. So sehr sich Otto Normalanwender auch bemüht, ihm wird nirgends und von niemandem geholfen.

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Schwer erziehbares Programm

Das Kind nervt, die Eltern sind überfordert. Die Rede ist vom Finder und von Cupertino. Gegen antiautoritäre Erziehung im Besonderen ist nichts einzuwenden, gegen schwer erziehbare Programme im Allgemeinen aber schon. Der Finder hat diesbezüglich unter Mac OS X die Führung als „schlimmste Brut“ errungen, er scheint seinen Erzeugern vollends entglitten zu sein.

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Auf einen Sprung?

In der Welt der Raubkatzen erledigt sich alles „auf einen Sprung“, wäre anzunehmen. In Wirklichkeit ist „Panther“ aber keine bissig fauchende, schwarzhaarige Feld-, Wald- oder Wiesenkatze, sondern nur bodenständiges Upgrade eines Betriebssystems, bestehend aus guten wie schlechten Ideen, Optimierungen und Fehlern. Mal wird Mac OS X dadurch schneller, mal langsamer, mal besser, mal mangelhafter, mal ganz anders und mal bleibt alles beim Alten. Derjenige, der schon seit der Public Beta dabei ist, mit den DP-Versionen, mit Rhapsody oder gar mit NEXTSTEP noch etwas anfangen kann, weiß auf ein beträchtliches Maß an Systempflege zurück zu blicken. Denn der „chirurgische Eingriff“ ins Software-Kontrollzentrum der Hardware ist selten eine Kleinigkeit und wiederholt sich alljährlich wie ein Familienfest.

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Musicus Pomo

Seit langem ist der Macintosh mit seinen Fähigkeiten im Bereich der Hardware und dem Angebot spezialisierter Software nicht nur für DTP-Anwender, sondern auch für Musiker eine bevorzugte Plattform. Wir sprachen mit dem Filmmusik-Komponisten Jochen Schmidt-Hambrock über seine Arbeit und die Rolle, die PowerBook und PowerMac dabei spielen.

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Sind sie außer Gefahr?

„Sind sie außer Gefahr?“ wollte in John Schlesingers (er starb am 25. Juli) „Der Marathon Mann“ die von Laurence Olivier verkörperte Figur des KZ-Arztes Christian Szell unbedingt wissen und unterzog Dustin Hoffman einer grausamen Zahnbehandlung. Szell wurde gegen Ende des Films Opfer seines Verfolgungswahns wie seiner Gier. „Sind sie außer Gefahr?“ wollen nicht minder paranoid auch die Rechteverwerter dieser Welt unbedingt wissen. Sie müssen absolut sicher sein, ihr Schäfchen jetzt und für alle Zeiten im Trockenen zu haben. Egal wie, egal womit und egal wodurch wollen sie partout außer Gefahr sein. Wie in der Politik wird Sicherheit damit zur Worthülse, zur Rechtfertigung für alle Arten von Fehlverhalten.

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iBooks in Schanghai

Auch die Deutsche Schule in Schanghai (DSS), China hat den Wert des Macintosh für Bildungseinrichtungen erkannt, bietet er doch doch neben der bekannten intuitiven Bedienung alle multimedialen Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Unterricht, in dem sonst eher trockene Fakten akustisch eindrucksvoll untermalt oder vielfältig bunt bebildert werden sollen. Spätestens seit dem ersten iBook hat Apple eines der attraktivsten Lehrmittel geschaffen, das durch den Einsatz des DSS-Beauftragten Norbert Arnold nun auch im Reich der Mitte seine Anhänger gefunden hat.


Bild: Norbert Arnold

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Begriffsstutzig

Mac OS X ist ein auf mehrere Sprachen ausgelegtes System. Werden die zahlreichen regionalen Erweiterungen nicht entfernt, können Menschen aus unterschiedlichen Ländern ein und denselben Macintosh unter Mac OS X nutzen und sich darauf heimisch fühlen. Nur wenige Anwendungen werden noch mit getrennten Sprachfassungen vertrieben, die überwiegende Mehrzahl gibt sich längst weltgewandt. Zu verdanken ist dies bei Shareware wie bei kostenlosen Anwendungen nicht selten Privatpersonen. Insbesondere bei Cocoa-Applikationen ist es – technisch gesehen – fast kinderleicht, eine Oberfläche zu lokalisieren, wie es im Fachjargon heißt.

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Und dafür habe ich Star Wars aufgegeben?

Alex Lindsay, ehemaliger Gestalter visueller Effekte bei ILM (Industrial Light and Magic: „Der Großteil meiner Arbeit für Star Wars entstand auf einem Mac“ ) startete unlängst ein bemerkenswertes Projekt in Afrika. Wer an den Erlebnissen des Pioniers in Sachen Apple für Afrika teilhaben will, kann dies unter anderem per Podcast tun (seine .Mac-Website fiel zwischenzeitlich den Apple-Umbauarbeiten zum Opfer, Anm. d. Red.) – selten war ein Projekt aus der Macintosh-Szene so erfrischend anders.


Bild: Alex Lindsay

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Technologischer Vaterlandsverrat

Es bedarf schon einer gehörigen Portion Verfolgungswahns, um die Keynote von Steve Jobs zur WWDC politisch zu verstehen. Da sich allerdings in den USA ein bestimmtes Maß an Paranoia zur Erzeugung von Stimmungen etabliert hat, sind auch diesbezügliche Kommentare publizistischer Helfershelfer kaum überraschend. Wenn Harvard-Politologe Marvin Kalb jene degenerierte Form der Darstellung so empfindet „als wenn Kühe wiederkäuen“, weil sich neben der Gesellschaft auch die Presse gleichschaltet, dann passen die Worte des Polemikers Rush Limbaugh über Apple wie eine Faust aufs Auge.

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Mobil und vernetzt

Vor ziemlich genau zehn Jahren schlich sich etwas in unsere heimischen Gefilde, was sich heute als zunehmend unentbehrlich herausstellt. Es scheint rein alltäglich zwar kaum einen Unterschied zwischen 1993 und 2003 zu geben, nur steckt der Wandel in den vielen kleinen Details, den in immerhin zehn Jahren nur sehr schrittweise veränderten Abläufen. Anno 1993 waren Anrufe selbst ins europäische Ausland fast ein Luxusgut, Funktelefone überwiegend analog sendend sowie Festeinbauten für Fahrzeuge und schriftliche Kommunikation papiergebunden – je Mitteilung fielen mindestens 40 Eurocent an. Erst nach und nach emanzipierte sich das gerade mal aufkeimende GSM-Netz vom Kfz und infiltrierte mit Geräten wie dem „Knochen“ von Motorola, dem 2110 von Nokia oder dem GH337 von Ericsson auch private Bereiche. GSM-Kurznachrichten folgten Jahre später und als 1996 die ersten kostenlosen SMS-Gateways im Internet entstanden, zeichnete sich eine erste verheißungsvolle Begegnung zwischen Computer und Mobilfunk ab.

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Zu wenig, zu spät?

Es sieht nicht so aus, als wäre der unlängst eingeführte Musikdienst von Apple ein Misserfolg. Schon in den ersten Tagen nach Einführung sprachen Anwender im Forum des Gerüchtedienstes Spymac davon, der iTunes Music Store mache „süchtig wie Crack“ – die Dollars flössen nur so dahin. Das ließ erahnen, was wenig später Cupertino höchstselbst bestätigte. Jede Sekunde wurden zwei Titel verkauft, über eine Million US-Dollar Umsatz in der ersten Woche, der NASDAQ-Wert AAPL stieg branchenunüblich.

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Dial M for Murder

Welche Chimäre es auch gewesen sein mag, die Anfang März tagelang durch Macintosh-Newsdienste und darüber hinaus geisterte – ein gemeinhin gemeingefährlicher Dialer war das nicht. Dialer sind nicht unbedingt vom Wortsinn her, doch aber üblicherweise sich einschleichende Progrämmchen, die heimtückisch kostenintensive Telefonate führen. Mag sein, es gibt irgendwo auf dieser Welt auch offen agierende Dialer, die vom zurechnungsfähigen Besitzer beabsichtigt hochpreisige Leitungen aufbauen, um dann zweifelhaft mehrwertige Dienste abzurufen. Und wer der Auffassung ist, mittels einer 0190er-Nummer irgendwelche Freuden, Informationen oder Ratschläge erhalten zu können, die es auf andere Weise nicht zumindest besser und sorgenfreier gibt, glaubt zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit genauso an Schlümpfe und Trolle, soll aber tun und lassen können, was ihm beliebt.

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Man spricht deutsh

Apple nachzusagen, die Qualität der deutschen Lokalisierung von Mac OS X samt mitgelieferter Anwendungsvielfalt ist schlecht oder mittelmäßig, wäre Unsinn. Im großen Ganzen ist der Grad sprachlicher Genauigkeit und Verständlichkeit gut, die beauftragten Übersetzer scheinen um Sorgfalt bemüht. Auch hat sich die Lage für Nicht-Angelsachsen im Vergleich zu alten Classic-Zeiten sehr zum Vorteil geändert. Während früher zumindest Wochen, schlimmstenfalls gar Monate vergingen, bis endlich Sprachfassungen fürs „alte Europa“ vorlagen, kommen heutige Updates, Upgrades und Patches meist sofort mehrsprachig. Zwar verharren Inkwell-Schrifterkennung und die Sprachwiedergabe (Vorlesen) noch im Englischen, die Rechtschreibprüfung wurde aber mit 10.2 zum echten Sprachtalent und beherrscht neben den elf mitgelieferten Wörterbüchern sogar einen multilingualen Modus.

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Katzenjagd

Surfen unter Mac OS X ist endloses Testen. Cupertino setzt noch eins drauf und überrascht mit Safari, seit Cyberdog der zweite Anlauf diesbezüglich. Keine Umschreibung für die Pirsch nach Bugs, sondern Exkursion mittels wohl durchdachter Ansätze. Wer sich auf Safari begibt, wird von Servern rätselhaft als „Mozilla/5.0 (Macintosh; U; PPC Mac OS X; de-de) AppleWebKit/48 (like Gecko) Safari/48“ erkannt, verbirgt sich hinter alledem doch KHTML, eine schlanke wie schnelle HTML-Bibliothek aus der Linux-Welt. Ein bis zu dreifacher Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Microsofts Internet Explorer überzeugt, obgleich Chimera bei aktiviertem „Pipelining“ mithält. Die Darstellung von CSS-Inhalten ist schon jetzt iCab wie OmniWeb überlegen, Schriften werden ausnahmslos geglättet, Kopieren von Text aus Tabellen geht, die Rechtschreibprüfung während der Texteingabe in Formulare funktioniert, und im Gegensatz zu Chimera ergänzt Safari URLs auch aus Bookmarks. Die Integration ins System ist vorbildlich, ein Download mit automatisch folgender Installation weiß zu begeistern. Seit einem Jahr wird an der Open-Source-Basis gearbeitet, die von Apple vorgenommenen Verbesserungen fließen brav an die Gemeinde der Entwickler zurück.

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