Jahr des Hub

Die Vorzeichen stehen gut. Im Gegensatz zu Sony hat Apple keinen Musikverlag-Klotz am Bein, der die Hardware der Japaner seit Jahren mit einem meist rigiden Kopierschutz immer genau dort lahmen lässt, wo die Interessen der Kundschaft am größten sind. Apple ist es nicht nur verboten, überhaupt auf solche Gedanken zu kommen, die Strafe wäre zudem ein Verlust der Identität. Einer millionenschweren Einigung mit dem Plattenlabel „Apple Records“ der legendären Beatles zufolge muss Apple (der Computerhersteller) nämlich auf Gedeih und Verderb seine Finger aus allem heraushalten, was nach Musikindustrie klingt. Ärger gab es deswegen schon, als Cupertino seinen Maschinen die Fähigkeit zum Musizieren beibrachte. Was ehemals wie ein Nachteil geklungen haben mag, scheint heute ein Segen zu sein. Denn die Musikindustrie ist erstes und prominentestes Opfer der Informationsgesellschaft, kann sich nur noch mit Anwälten und überwiegend verbraucherfeindlichen Maßnahmen über Wasser halten.

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Prozessor Unrath

Ach, ungerechte Welt! Apple kündigt nichts im Voraus an, IBM kündigt zwar an, enttäuscht aber und Motorola kündigt an, hält jedoch (außer Gewinnwarnungen) nie etwas ein. Währenddessen werden AMD- und Intel-Prozessoren immer höher getaktet, Intel spricht von 15 GHz im Jahr 2010. Die Lage für Apple scheint ausweglos, keine Lösung will so recht zur gebotenen Eile passen. Wieder rufen die Unken, wieder erscheinen die vorzeitigen Totengräber, die falschen Propheten, die übliche Analystenmeute, seien sie nun alle ungebeten, ungefragt, ungeladen oder alles zusammen. Der hoffentlich noch anzutreffende Zeitgenosse mit klugem Kopf wird dem gegenüber rätseln, was um alles in der Welt fehlt einem Macintosh wirklich?

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Es kann nur einen geben

Steve Jobs wird ein übergroßes Ego nachgesagt. Gerade jetzt, wo es mehrheitlich Kritik gegen .Mac hagelt (180.000 Abonnenten) und stillschweigend häppchenweise entlassen wird, stößt es etlichen Macintosh-Anwendern übel auf, wenn sich herausstellt, wie hoch die finanziellen Vergütungen des Apple-Mitbegründers neben dem ebenso albernen wie symbolischen Gehalt von einem Dollar tatsächlich sind. Laut dem Economic Research Institute konnte Jobs einen Bonus von 43.511.534 US-Dollar für sich verbuchen und war damit nicht nur führend im Vergleichszeitraum, sondern übertraf ebenso die Einnahmeseite von .Mac bei weitem. Aber im Apple-Vorstand befand sich bis vor kurzem noch ein zweiter Egozentriker und Großverdiener – Larry Ellison.

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Blauzahn beißt Apfel

AirPort ist eine feine Sache. Wie kaum eine andere Hardware bringt Apples Plastik-UFO fast nur Vorteile. Der Wegfall des vor allem bei tragbaren Rechnern hinderlichen Netzwerkkabels ist von großer Bedeutung, da alle modernen Informationsdienste auf dem TCP/IP-Protokoll basieren. Wer einmal mit iBook oder PowerBook in der heimischen Umgebung von der Qual der immer zu kurzen und nicht selten auch gefährlichen (als Fallstrick bewährten) Strippe befreit wurde, möchte diesen Komfort nicht mehr missen. Der Mensch muss nicht mehr zum Computer gehen, sondern der Computer kommt jetzt zum Menschen.

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Kann denn Tauschen Sünde sein?

Allmählich wird deutlich, wie sehr Musik ein Wegwerfartikel geworden ist. Nur sammelwürdige Werke lohnen sich noch in Form eines Tonträgers. Und wenn dieser in einer adäquaten Hülle zu haben ist, umso besser. Die überwiegende Massenware aber ist wertlos, Klingklangtrallala-Dreck ohne Konzept und musikalische Innovation – Wiederholung des ewig selben, Fast-Food-Musik. Spätestens wenn Chartbreaker des vorigen Jahres re-remastered, re-gesampelt und re-released werden, um dann nächste Saison wiederum re-re-released zu werden, wird das unlustig. Nur der Rhythmus wechselt noch marginal, nur die Tonhöhe schwankt mal leicht zur Abwechslung.

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Die Katze ist raus!

Schon Mac OS X 10.1 war ein beeindruckendes Produkt, Mac OS X 10.2 ist dies umso mehr. Das zeitgemäße Betriebssystem für Apple Computer ist seit Ende August für jeden käuflich zu erwerben. Es bietet Anfängern maximale Einfachheit bei der Konfiguration, eine der schönsten und flexibelsten grafischen Oberflächen, gleich mehrere moderne Entwicklungsumgebungen für kreative Programmierer und eine riesige Spielwiese für UNIX-Bastler.

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.Mac – Spaßgesellschaft ohne Kostenloskultur?

Jeder von uns hatte es, viele sogar mehrere davon. Es war virtueller Disketten-Ersatz für den schnellen Tausch mittlerer Datenmengen oder der einfachste Weg, Informationen zu veröffentlichen. Ob es Fotos vom Ereignis des Jahres oder dem letzten Besäufnis waren, alles fand seinen Weg dorthin. In der Grauzone gab es Musik und Software, beides ursprünglich zum Verkauf gedacht. Auch nutzten viele Kleinunternehmer gerne die Gelegenheit, Kosten für hohe Datenvolumen zu sparen und boten ihre Produkte auf diesem Wege feil.

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Die Software-Falle

Es könnte ja gerade der eine Fehler behoben sein, der einen schon seit Wochen verrückt macht. Fenster bleiben nicht da wo sie sollen, Dateien werden nicht korrekt gehandhabt, Voreinstellungen werden vergessen, die Hardware wird nicht vollständig unterstützt oder Anwender und Rechner landen bei bestimmten Optionen in einer Endlosschleife. Und wie steht es mit den seit Monaten versprochenen, seit der letzten Version aber immer noch nicht umgesetzten Fähigkeiten? In diesen und ähnlichen Fällen führt der Weg fast automatisch zu Versiontracker, trotz zunehmender Kommerzialisierung noch immer ein Mekka an Informationen. Ab und zu begegnet der Datenwanderer dort zwar einem Orakel und außer „Miscellaneous Bug Fixes“ (verschiedene Fehler beseitigt) findet sich nichts in der Beschreibung, meist jedoch „werden Sie geholfen“.

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Ora et Labora – über den Teufel im Detail

Macianer sind eine religiöse Vereinigung. Sie haben zwar keine Gotteshäuser oder Feiertage und auch keine heiligen Schriften, die das Leben bestimmen und interpretieren, treffen sich aber schon ab und an auf einer heiligen Messe namens MacWorld, huldigen ihrem Messias Steve Jobs und verehren den angebissenen Apfel als das allein selig machende, ja richtungsweisende Emblem. Dabei frönt der religiöse Ansatz aber wissenschaftlichen Göttern, denn der vom Baum gefallene Apfel steht sinnbildlich für Newtons Entdeckung der Schwerkraft, die Bezeichnung Darwin für den Unterbau von Mac OS X wiederum ist Beleg für ein evolutionäres UNIX. Es scheint sie zu geben, die Welt geprägt vom Macintosh, die eine, die nonkonformistische Sichtweise, die in der Aussage „Anders Denken“ gipfelt. Aber genau welcher Richtung ist die Gemeinde der Macianer nun zuzuordnen? Den Adventisten, Agnostikern, Anglikanern, Atheisten, Bahaii, Baptisten, Calvinisten, Juden, Katholiken, Muslimen, Nihilisten, Presbyterianern, Zeugen Jehovas oder gar den Rastafari? Alles falsch, denn Macianer sind nichts anderes als Satanisten!

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Wie eine Händlerszene den Aufstand plant

Alle Jahre wieder rafft sich der hiesige Handel zu einer mehr oder weniger koordinierten Protestaktion auf. Insbesondere kleinere Wiederverkäufer halten sich mühsam nur noch mit Beratungs- und Supportverträgen für Firmenkunden über Wasser, sehen sich zunehmend mit Discountern konfrontiert, deren Endverbraucherpreise die eigenen Einkaufspreise unterbieten. Selbst eine renommierte Großhandelskette ist mit ihrem Preisgefüge einigen „Hörnchen Billig“ unter den Versendern hoffnungslos unterlegen. Hinzu kommen die fast behördlich anmutende Vorgehensweise Apples bei der Annahme von Reparaturfällen sowie das Unikum kostenpflichtiger Werbematerialien.

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Ungewolltes Kind

Als selbst das ehemals durchaus renommierte und seit der populistischen Burda-Konkurrenz journalistisch zunehmend geschwächte Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ auf den gefälschten „iWalk“ einging, wurde nicht zum ersten Mal deutlich, wie groß die Sehnsucht alter Newton-Fans nach einer PDA-Neuauflage von Apple ist, obgleich deren Existenz kaum einen Sinn ergäbe.

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Treiberjagd

Es gibt eine ganze Reihe schöner und/oder leistungsfähiger Scanner, und es gibt das schöne und/oder leistungsfähige Mac OS X. Beides zusammen jedoch scheint nur schwer unter einen Hut zu bringen zu sein, die Gründe dafür bleiben im Dunkeln.

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