Oh wann kommst Du?

Im Juli stellte Steve Jobs in New York City das großartige Mac OS X 10.1 zwar vor, nur bekommen konnte man es nicht. Ebenfalls gab es keine Ankündigung über den Kostenfaktor, geschweige denn die Größe des Upgrades. Wochenlang fragte sich jeder Anwender, wie viel 10.1 denn überhaupt kosten dürfe, schließlich war 10.0 nicht gerade vollständig. Im September endlich tauchten die ersten kostenlosen Upgrade-CDs auf, allerdings nur um gleich wieder zu verschwinden.

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Vorher-Nachher-Show

Es fällt allgemein schwer, gleich welches Produkt rundweg positiv zu sehen. Erst recht, wenn es um ein modernes Betriebssystem geht, das weit mehr als nur eine klar definierte Funktion zu erfüllen hat. Fehler in Betriebssystemen sind Multiplikatoren im negativsten Sinne, weil man ihnen als Besitzer eines Computers unmöglich entrinnen kann. Kaum ist der Rechner hochgefahren, schon muss sich jeder Anwender auf Gedeih und Verderb mit der im Vordergrund stehenden Software arrangieren. Nicht umsonst benötigen Hersteller oft quälend lang bis in diesem Bereich alles wenigstens einigermaßen rund oder überhaupt läuft, denn es gilt ungemein viele Dinge unter einen für alle passenden Hut zu bringen, der farblich allen gefällt und in allen Ländern unverändert kleidsam ist.

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Big in Japan

Käufer eines PowerBooks für viele tausend Mark wissen seit Jahren um den Teufel im Detail. Wallstreet, Lombard, Pismo und Mercury verlieren ihre Gummifüße schon nach kurzer Zeit, abhängig nur von Hitzeentwicklung und Nutzungsdauer. Wer dann glaubt, bei Apples Professional Helpline auf offene Ohren zu stoßen, der irrt.


Bild: Matthias Jaap

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Same Procedure As Every Quarter

Es war einmal vor langer Zeit in einem fernen Land die jährlich stattfindende Mac World Expo im Januar, Mekka aller Macintosh-Gläubigen. Wesentliche Neuheiten wurden bis dahin zurück gestellt, Kaufinteressenten und Presse konnten ein Jahr spekulieren, Gerüchte kulminierten insbesondere die Monate vor dem Apple-Großereignis, das dann wie ein reinigendes Gewitter alles klärte. War die Expo vorbei, konnte sich der Macianer einerseits wieder auf sein übliches Leben besinnen und andererseits an dieser oder jener Neuerwerbung erfreuen. Das hat sich geändert. Heute gibt es zumindest vier Ereignisse jährlich, von denen die Hälfte sogar in Paris und Tokio ausgetragen wird. An sich sollte sich jeder darüber freuen, denn jetzt ist alle drei Monate Weihnachten, viermal kann mit Spannung spekuliert und viermal kann etwas gekauft werden, sofern es sich viermal lohnt und viermal Geld in der Kasse ist. Auf den zweiten Blick aber bietet sich ein weniger rosiges Bild. Da sich der Zeitraum bis zur nächsten Expo deutlich verkürzt hat, ist die Gerüchteküche kontinuierlich aktiv, wird laufend spekuliert, geklatscht, getratscht und behauptet. Inflationär ist die Zahl der WWW-Seiten, die sich der Verbreitung von Informationen „gut unterrichteter Quellen“ und damit von Prognosen mit der Treffsicherheit des Offenbacher Wetteramtes widmen. Das Munkeln wird zum Dauerstress.

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