Fluch der Vergangenheit

Mit seinem 2019 vollendeten Werk Coup 53 verwirklichte der iranisch-britische Dokumentarist Taghi Amirani ein überfälliges Projekt der Aufklärung. Der persönlich wirkende, dennoch nicht minder sachlich protokollierende Film schildert beeindruckend vollständig in knapp 120 Minuten das Schicksal des letzten demokratisch legitimierten iranischen Premierministers Mohammad Mossadegh, den Großbritannien und die USA aus Gier und Großmannssucht mit Gewalt loswerden wollten und zeigt damit auf erschreckende Weise, wie dieser bis zum heutigen Tag zu spürende Akt brutaler Einflussnahme dazu führte, dass eine einseitige transatlantische Allianz zur Durchsetzung perfider Interessen die ganze Welt als ihr Marionettentheater handhabt.
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Herrchen gesucht

Abgehalfterte politische Bordsteinschwalben wie Berlusconi, Sarkozy oder Blair kehren selbst im postsexuellen Alter noch wie flügellahme Motten zum Gaslicht am Regierungsstrich zurück, sofern es die Dummgeilheit des Wählers nur erlaubt. Irgendwann aber ist das Verfallsdatum der machtverzweifelten Satyre so deutlich überschritten, dass als letzte sinnvolle Instanz nurmehr der Vorsteher des Kaffeekränzchenplanungskomitees im Seniorenheim offen steht. Auch Pudel Blair hat das nicht begriffen und streunt pinkelnd von einer Ecke zur nächsten. Herrchen ist längst weg, sein britischer Köter aber bellt verzweifelt immer noch den schimmernden Medienmond an. Wer mag ihm wohl zuhören?
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Hinz, Kunz, Schulz

Kaum etwas wird bewusst derart am Bürger vorbeiexerziert wie die Europäische Union: Drehtürfetischisten, Feindbildpflegekräfte und Parteisoldaten können und werden weiter auf dieser reformunfähigen Parlamentsaltlastenhalde überleben, sofern sich die in steuerfinanzierten Ledersesseln onanierende Eurokratie nicht irgendwann ihres Eheversprechens mit dem vergessenen Europäer entsinnt und von vorne anfängt. Selbst der Brexit-Warnschuss scheint dazu aber nicht anlassgebend genug gewesen zu sein, denn die SPD rekrutiert ihren Kanzlerkandidaten nun ausgerechnet aus den Reihen derer, die nicht nur die Griechen vernichtet und die Briten vertrieben, sondern auch ein Europa der Gegensätze statt Gemeinsamkeiten geschaffen haben.
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Wehe, wenn sie losgelassen!

Rechtspopulistische Parteien sowie deren Wähler sind gehorsame Soldaten eines endlosen Krieges gegen eine niemals abnehmende Überzahl amorpher Feinde. Sobald diese jedoch auf das kampfuntüchtige Heer des karriereoptimierten Gemeinplatz-Debattierclubs aus den Reihen so genannter Volksparteien treffen, entsteht ein asymmetrisches Schlachtfeld, welches das Kartenhaus einer bislang als Ordnung missverstandenen wie verkauften Kleptokratie in Sekundenschnelle zum Einsturz bringen kann.
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