High Fidelity

BeoLab 5 (David Lewis)

Was muss wohl in Bang & Olufsen gefahren sein, als vor über einem Jahrfünft der Gedanke zur Konstruktion eines solch extremen Lautsprechers aufkam? Vielleicht „Wir stecken alles Know How in ein raketenförmiges Gehäuse und hoffen dann auf zahlende Kundschaft …“? Wie dem auch sei, beim BeoLab 5 war nicht etwa die Form der Konstruktionsmaßstab, sondern die Funktion. Ein System „akustischer Linsen“ sorgt dafür, dass der ideale Hörbereich wesentlich vergrößert werden konnte und die Aufstellung der Lautsprecher somit fast nebensächlich wird. Dieses ungewöhnliche Konstruktionsprinzip von Manny LaCarrubba, Geschäftsführer der US-Firma Sausalito Audio Works, nutzt B&O in Lizenz und kombiniert dies mit der „D-Klasse“-Verstärkereigenentwicklung ICEpower. Heraus kommt dabei ein Produkt der Superlative mit absolut unverwechselbarem Aussehen und extremer Leistungsfähigkeit.


Bild: David Andel

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Schön war die Zeit

Es war einmal vor langer langer Zeit, da blieb der hochwertige Genuss konservierter Musik echten Männern vorbehalten, während Frauen sich gefälligst mit dem Kofferradio zu begnügen hatten. Man nannte das damals „High Fidelity“ (sinngemäß übersetzt: Hohe Klangtreue), kürzte es später mit HiFi ab und schuf sogar eine Industrienorm speziell für diesen Anlass. Nur was DIN 45500 (DIN: Deutsches Institut für Normung) entsprach, das war auch HiFi.

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Jahr des Hub

Die Vorzeichen stehen gut. Im Gegensatz zu Sony hat Apple keinen Musikverlag-Klotz am Bein, der die Hardware der Japaner seit Jahren mit einem meist rigiden Kopierschutz immer genau dort lahmen lässt, wo die Interessen der Kundschaft am größten sind. Apple ist es nicht nur verboten, überhaupt auf solche Gedanken zu kommen, die Strafe wäre zudem ein Verlust der Identität. Einer millionenschweren Einigung mit dem Plattenlabel „Apple Records“ der legendären Beatles zufolge muss Apple (der Computerhersteller) nämlich auf Gedeih und Verderb seine Finger aus allem heraushalten, was nach Musikindustrie klingt. Ärger gab es deswegen schon, als Cupertino seinen Maschinen die Fähigkeit zum Musizieren beibrachte. Was ehemals wie ein Nachteil geklungen haben mag, scheint heute ein Segen zu sein. Denn die Musikindustrie ist erstes und prominentestes Opfer der Informationsgesellschaft, kann sich nur noch mit Anwälten und überwiegend verbraucherfeindlichen Maßnahmen über Wasser halten.

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