Essen & Trinken

Das Ende der Mandarine

In den frühen Siebzigern gab es nichts anderes als Mandarinen – keine Clementinen, Minneolas, Satsumas, Kumquats und anderen Obstunfug in in kleiner gelber Form. Diese seit Jahrhunderten existierende klassische Frucht vermutlich chinesischer Herkunft hat einen feinherben, leicht säuerlichen Geschmack, der in hohem Maße erfrischend wirkt. Für viele Kinderherzen standen damit die Wintermonate nicht nur für Schneeballschlachten und Weihnachtsgeschenke, sondern auch für den alljährlich wiederkehrenden Triumphzug der gelben Frucht, die selbst die Orange in ihre Schranken wies. Sobald die ersten Mandarinen in die Läden kamen, waren Kälte, grauer Himmel und trockene Luft vergessen, konnte man sich in ein bequemes Sofa hinein kuscheln und zu einem guten Film die eine oder andere Frucht zu Gemüte führen.


Bild: David Andel

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