Terrorport Zaventem

Der ganz alltägliche Terror des vor den Stadttoren Brüssels befindlichen Flughafens im flämischen Zaventem wird keineswegs von fundamentalistischen Wirrköpfen im Gewaltrausch verursacht, sondern ist Gegenstand regionaler wie kommerzieller Interessen menschenverachtender politischer Provinzfürsten. Über dem Himmel der dichtbesiedelten Hauptstadt Europas tummeln sich nun schon seit Jahrzehnten tagein, tagaus lärmende Luftfahrzeuge, die sich um aeronautische Regeln oder die Gesundheit der Bürger Brüssels einen feuchten Kehricht scheren.


Bild: David Andel

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Ausnahme-Notstand

Der Bart (De Wever) ist ab: Nur ein Tag, nachdem die Écolo-Vizepräsidentin Zakia Khattabi zurecht die Frage nach den Hintergründen des militärischen Affentheaters gestellt hatte, ließen die Nationalisten der N-VA ihren üblich-dümmlichen Ergüssen freien Lauf: „Zwanzig Jahre Nachlässigkeit der PS und des Islamo-Sozialismus haben uns dorthin gesteuert, wo wir nun mit Brüssel als Hinterhofbasis der islamistischen Barbarei angelangt sind.“, meinte N-VA-Senatsmitglied Karl Vanlouwe, der sich ansonsten mit so überaus wichtigen Dingen beschäftigt, wie dem von ihm heiß ersehnten Austritt Belgiens aus der „Organisation Internationale de la Francophonie“.


Bild: Police Nationale

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Brüsseler Terrorspitzen

Es ist Montag früh in Brüssel, die Stadt ist voller Militär und Polizei. Eine Beamtin tritt aus einem Regierungsgebäude im Stadtzentrum und wird gefilmt. Da die beiden Kameramänner alles andere als professionell oder auch nur glaubwürdig wirken, stellt sie die Frage, für wen sie arbeiten. Die mutmaßlich nicht echten Journalisten flämischer Herkunft verweigern die Antwort und reagieren aggressiv. Daraufhin wendet sich die Frau an einen Polizisten, der die Papiere der beiden überprüfen will. Doch die falschen Kameramänner sind bereits verschwunden …


Bild: David Andel

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Eine Handvoll Soul

Seine Stimme ist eine Mischung aus Barry White und Isaac Hayes und sein Erscheinungsbild orientiert sich an Letzterem. Der Sizilianer reitet seit Jahren auf einer vor allem regionalen Erfolgswelle, die nach und nach nun auch in nicht-italienische Ohren überschwappt. Am 10. Juni kam Mario Biondi auf einen Abstecher ins Ancienne Belgique. Und obgleich das Konzert bis zuletzt noch nicht einmal auf den WWW-Seiten des Sängers vermerkt war, entsprachen Stimmung und Besucherzahl Auftritten von Lokalpatrioten à la Sttellla. Die italienische Fangemeinde Brüssels war komplett angetreten …


Bild: David Andel

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Wer war Joe Van Holsbeeck?

Besucher und Bewohner von Europas Hauptstadt Brüssel werden sich schon bald fragen, wer wohl jener Joe Van Holsbeeck gewesen sein mag, nach dem eine kleine Straße im Stadtteil Haren (nahe des NATO-Hauptquartiers) benannt werden soll. Ein Schriftsteller, Politiker oder Komponist? Nein, ein iPod-Mordopfer.


Bild: Archiv

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Mobistar oder die Rache der Kunden

Der belgische iPhone-Vertriebspartner von Apple heißt immer noch Mobistar, vermutlich aber nicht mehr lange, denn die Partnerverträge der meisten Länder sind bereits beendet. Wie viele andere jener Vertriebspartner von Apple auch, sorgte Mobistar viel zu oft für viel zu viele verärgerte Kunden. Zum Start des iPhone-4-Verkaufs vergangenes Jahr nahmen denn auch zahlreiche Kaufinteressenten aus Belgien lieber den TGV von Brüssel nach Paris und standen direkt in der Schlange vor Apples eigenen Stores an als auf die Sonderbehandlung durch Mobistar zu warten.


Bild: Mobistar

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Belgisches iPhone

Belgien hat in Sachen Apple seit kurzem einen großen Vorteil – und einen großen Nachteil. Dort gibt es das iPhone 3G ohne jeden Vertrag, ohne jeden Zwang, eine bestimmte SIM-Karte verwenden zu müssen. Das ist ein Vorteil, weil man sich dadurch unglaublich hohe laufende Kosten sparen kann. So bietet der belgische Provider Mobistar, der gleichzeitig das iPhone vertreibt, beispielsweise neben drei speziellen iPhone-Tarifen auch einen zum normalen Telefonvertrag zuschaltbaren Datentarif (EGDE, 3G, HSDPA) mit monatlicher Kündigungsfrist, der entweder mit 18 (200 MB) oder 30 Euro (zwei GB) pro Monat zu Buche schlägt.


Screenshot

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Eine halbe Milliarde Einwohner

Laut Wikipedia ist die Europäische Union (EU) ein aus 27 Staaten bestehender Verbund mit rund einer halben Milliarde Einwohner, die zusammen das größte Bruttoinlandsprodukt der Welt erwirtschaften. Auch wenn die administrative Seite der EU heute gerne von Lobby- und Doktrin-gesteuerten Politikern als willkommener Ausrede-Umweg zur Durchsetzung nicht selten verfassungsgefährdender und bürgerferner Maßnahmen wie dem „Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG“ missbraucht wird, so ist jener Staatenbund doch unverändert ein leuchtendes Beispiel für die Fähigkeit zur Integration zahlreicher Völker und Sprachen.

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